Geschäftsführung, Büros, Sektionen

Nach der Gründung des BFW wurden die Geschäfte zunächst arbeitsteilig in Büros in München und Frankfurt erledigt (Mod 3-4/1971). In Frankfurt wurde bis Februar 1972 auch das Mitteilungsblatt "Moderator" herausgegeben (Prof. Walter Rüegg, Redaktion Frau Dr. R. Meyer). Dann wurde am 1. 1.1972 ein Büro in Bonn bzw. Bonn-Bad-Godesberg eingerichtet (Mod 11/1971), erster Bundesgeschäftsführer war Peter Gutjahr-Löser (ebd.) 1971 bis 1974, danach 1974 bis 1978 Hartmut Hentschel, 1979 bis 1987 Werner Siebeck, M.A., und 1988 bis 1999 lic. iur. Birgit Harz. Am 24.7.1999 beschloss eine Außerordentliche Mitgliederversammlung in Bonn die Weiterführung des BFW zunächst ohne hauptamtliche Geschäftsführung und die Verlegung der Geschäftsstelle von Bonn nach Berlin (FdW 3/1999), wo am 1.1.2000 ein Büro in Berlin Mitte eingerichtet wurde, das Petra Schauf führt.
Die Satzung des BFW wurde bis 1999 (Abschaffung des Bundesausschusses und des Kuratoriums, FdW 3/1999 und unter Originaltexte Text der Satzung) nur marginal geändert; vgl. Mod 3-4/1971, 29 und 30/1973 (gültige Satzung ab 10.12.1973); seit 29.1.1997 war eine geringfügig geänderte Satzung in Kraft.


Sektionen: Die Arbeit örtlicher Sektionen spielte im BFW wenigstens eine zeitlang eine bedeutende Rolle. Manche dieser Aktivitäten kann man in dessen Zeitschriften nachlesen, vieles ist in der Inhaltsübersicht auch unter den Nachrichten aus den Hochschulen versteckt; einige Sektionen gaben eigene Publikationen heraus.
Die erste und aktivste Sektion des BFW war seit dessen Gründung im November 1970 die Notgemeinschaft für eine freie Universität in Berlin; sie war einige Monate vor dem BFW gegründet worden; ihre Mitglieder waren seit der BFW-Gründung auch dessen Mitglieder, und sie arbeitete in Berlin als dessen Sektion. Aber sie finanzierte sich selbst und hatte eine eigene Geschäftsstelle in Berlin. Die Notgemeinschaft gab insgesamt (von 1970 bis 1990) 678 Veröffentlichungen verschiedenster Art heraus: Dokumentationen, Analysen, Berichte, Lektüreempfehlungen, Pressemitteilungen und -erklärungen usw. Ein Verzeichnis der Veröffentlichungen Nr. 1 bis 637 enthält die Broschüre "15 Jahre Notgemeinschaft 1970 bis 1985", hrsg. von Hans Joachim Geisler, Richard Hentschke, Ingo Pommerening, Berlin 1986. Nach der deutschen Wiedervereinigung bestand die Sondersituation Berlins nicht mehr, der BFW dehnte sich in die neuen Bundesländer aus und übernahm dort zusätzliche Aufgaben. Dafür war die bisherige Organisationform und Zielsetzung in Berlin weniger gut geeignet. Deshalb wurde auf Beschluss der Mitgliederversammlungen vom 17. 5. und 12. 6. 1990 die Notgemeinschaft zum Jahresende 1990 aufgelöst und von ihren bisherigen Berliner Mitgliedern eine BFW-Sektion Berlin-Brandenburg gegründet, die seit dem ab 1. 1. 1991 arbeitet und ebenfalls sehr aktiv ist. Gelegentlich veröffentlicht sie Mitteilungsblätter für die Mitglieder der Sektion. Aber die wichtigsten Ergebnisse ihrer Arbeit veröffentlicht sie in der Zeitschrift FdW (vgl. z.B. 3/1992, 1 und 2/1994, 2/1995, 3/1996, 2 bis 4/1997, 2 und 4/1999, 3 und 4/2000).
Schon im Mai 1971 konnte der BFW lokale Aktivitäten des BFW melden: Bezirks- oder Ortssektionen in Marburg, Tübingen, Göttingen, Heidelberg, Erlangen-Nürnberg und Frankfurt (Mod 5/1971); im Juni des Jahres tagten BFW-Bundesvorstand und -ausschuss mit Vertretern der Örtlichen BFW-Organisationen aus 38 Hochschulen (Mod 7/1971). Zu BFW-Regionalkonferenzen vgl. HPI 15/1972.
Die Hessischen Sektionen gaben eine Broschüre über die Universitäten Frankfurt und Marburg im Wintersemester 1971/72 heraus.
Anfang 1972 entstand die neue Sektion in Köln (HPI 1/1972) , bald darauf die in Bonn (HPI 19/1972). Von 1973 bis 1978 gaben die BFW-Sektionen Bonn und Köln e.V. die Zeitschrift "Disput: Informationen, Analysen und Meinungen zur Wissenschaft und Bildungspolitik" heraus (erschien unregelmäßig). Vgl. auch FdW 9/1979 und 1-2/1982. Im Mai 1972 nahm die Sektion Bremen die Arbeit auf (Mod 16-17 und HPI 11 und 19/1972). Vgl. FdW 12/1974, HPI 21/1975, FdW 1 und 12/1975 ("Fünf Jahre BFW-Sektion Bremen"), 8-9/1976, 12/1977, 1/1978, 6, 9, 10/1979, 3/1981 und 8-9/1986.
Sehr aktiv war auch die Sektion Heidelberg. Von 1971 bis 1978 veröffentlichte sie die "Dokumentation/Bund Freiheit der Wissenschaft, Sektion Heidelberg". Aktivitäten der Sektion s. Mod 16-17/1972, HPI 22/1972, 20/1973, FdW 6/1974, 8/1980, 3/1982.
Die Beiträge der Mitglieder in den Sektionen Berlin (s.o.), Bonn, Bremen, Hamburg, Konstanz, Köln und Tübingen wurden eine zeitlang an die Sektionen überwiesen (FdW 1/1977). Zur Sektion Tübingen s. z.B. HPI 15/1972, zur BFW-Gruppe Bochum HPI 15/1974, zur Sektion Osnabrück FdW 1 und 4/19776, zur Sektion Hannover FdW 3/1981, 1-2/1982, 10-11 und 12/1983, 1/1984. - Nach der Wende sollte 1992 in Dresden eine Sektion entstehen (FdW 3/1992).
Heute arbeitet von den Sektionen nur noch eine regelmäßig und aktiv, die Sektion Berlin-Brandenburg. Um den Kontakt zu den regionalen Geschehnissen und Personen wieder zu verbessern, wurden im Jahr 2000 Regionale Ansprechpartner des BFW benannt (FdW 3 und 4/2000).