30.12.2015

Zum guten Schluss



Bund Freiheit der Wissenschaft:
 

Mit seinem Beitrag „'Mission erfüllt' und neue Herausforderungen“ zog Vorstandsmitglied Professor Dr. Sigismund Kobe aus Dresden in der letzten Mitgliederversammlung des Bundes Freiheit der Wissenschaft am 17. November 2015 in Sankt Augustin folgendes Resümee, das wir auszugsweise wiedergeben: 

Seit seiner Gründung 1970 war es das Anliegen des Bundes Freiheit der Wissenschaft, gegen die Bedrohung der Freiheit der Wissenschaft in Lehre und Forschung aufzutreten.

In den Anfangsjahren ging es u.a. darum, die Versuche wissenschaftsfeindlicher Kräfte abzuwehren, die unter dem Vorwand einer sogenannten "Studentenbewegung" die Freiheit der Wissenschaften an den Universitäten untergraben wollten.

In der Zeit nach 1990 half der Bund, die jahrzehntelange Fremdbestimmung der Wissenschaft im östlichen Teil unseres Landes durch den allgegenwärtigen Machtanspruch einer Staatspartei zu überwinden.

Später und bis zum heutigen Tage richteten sich Aktivitäten hauptsächlich gegen bildungsfremde Einflüsse im Schulsystem und bei der Ausbildung der Studenten (Bologna-Prozess).

Auf dem 39. Bildungspolitischen Forum zog der Gründungsvorsitzende Prof. Dr. Hans Maier ein eindrucksvolles Resümee der 45-jährigen Tätigkeit des Bundes. Mit den Worten "Mission erfüllt" wies er darauf hin, dass es gelungen ist, eine offene Einmischung durch ideologisch motivierte Einflussnahme abzuwehren.

Die Freiheit der Wissenschaft ist jedoch auch weiterhin bedroht. Die Methoden haben sich allerdings geändert. Wir haben es zunehmend mit Versuchen zu tun, die Wissenschaft von innen heraus ideologisch zu unterwandern. Die für den Staat sehr angenehme `finanzielle Entpflichtung` durch mehr und mehr ausufernde Fokussierung auf Drittelmittel-Einwerbung führt schleichend zum Verlust der Unabhängigkeit der Wissenschaft. Wissenschaftliche Gutachten und Studien werden im Unterbewusstsein oder sogar bewusst durch die Wünsche des Auftraggebers beeinflusst und danach einer kritischen Beurteilung einer wissenschaftlichen Community entzogen. Die Auswirkungen auf die Gesellschaft sind verheerend.

Die Unterwanderung hat längst schon in Institutionen Einzug gehalten, deren vordringliche Aufgabe es eigentlich wäre, allgemein gültige Regeln und Normen wissenschaftlichen Arbeitens einzuhalten.

Beispiele für eine ideologisch motivierte Unterwanderung der Freiheit der Wissenschaft lassen sich leicht finden.

Es bleibt nach Beendigung der Arbeit des Bundes Freiheit der Wissenschaft die Aufgabe und eine Herausforderung für jeden einzelnen, sich auch weiterhin für die ursprünglichen Ziele des BFW einzusetzen“.

Der Gründungsvorsitzende, Staatsminister a. D. Professor Dr. Hans Maier, schloss seine Rede in St. Augustin mit den Sätzen: „Vieles, um das wir kämpfen mussten, ist heute unumstritten. Und so hoffen wir, dass unser Auftrag von möglichst vielen, in allen Parteien, Gruppen, Verbänden aufgenommen und weitergeführt wird. Dann wird unsere Arbeit auch in Zukunft Frucht tragen".

Im letzten Mitgliederrundbrief vom 17. Dezember 2015 schreiben die Vorsitzenden Dr. Winfried Holzapfel und Dr. Reiner Schmitz:

„Mit Ablauf dieses Jahres löst sich der Bund Freiheit der Wissenschaft auf.

Beim 39. Bildungspolitischen Forum, das im Zusammenhang mit der Mitgliederversammlung in Sankt Augustin stattgefunden hat, konnte eine insgesamt positive Bilanz gezogen werden. Die historische Bedeutung des Bundes Freiheit der Wissenschaft nicht nur in seinem Einsatz für die Freiheit der Wissenschaft und die akademische Freiheit, sondern auch für die Entwicklung der Bundesrepublik überhaupt ist unbestritten und wird auch in der historischen und zeitgeschichtlichen Forschung anerkannt“.

Die Vorsitzenden danken allen Mitgliedern und Freunden des Bundes Freiheit der Wissenschaft „für die teils jahrzehntelange Unterstützung und die vielen verschiedenen Initiativen und Hilfeleistungen beim gemeinsamen Bemühen, die Freiheit der Wissenschaft und die Leistungsfähigkeit des Bildungswesens insgesamt zu sichern“.

Mit Ablauf des 31. 12. 2015 ist der Bund Freiheit der Wissenschaft Geschichte.

Wir wünschen unseren Mitgliedern und Freunden sowie allen ständigen und zufälligen Besuchern unserer Website ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2016 und auch darüber hinaus alles Gute.

Der Vorstand



24.11.2015

BFW beschließt Auflösung



Bund Freiheit der Wissenschaft:
 

Am 17. November 2015 hat die Mitgliederversammlung des Bundes Freiheit der Wissenschaft die Auflösung des Bundes Freiheit der Wissenschaft zum Jahresende 2015 beschlossen.

Damit fiel die Entscheidung zur Auflösung exakt 45 Jahre nach der Gründung, die am 18. November 1970 in der Stadthalle Bad Godesberg erfolgt war.

Um 15.36 war es soweit. Die Entscheidung fiel einstimmig – ohne Enthaltungen!

Die Mitgliederversammlung war mit dem 39. Bildungspolitischen Forum des Bundes Freiheit der Wissenschaft verknüpft worden. Das Forum fand ebenso wie die Mitgliederversammlung in der Konrad-Adenauer-Stiftung in Sankt Augustin statt. Die Referenten des Forums waren Vorsitzender Dr. Winfried Holzapfel, Professor Dr. Wolfram Hogrebe und Staatsminister a. D. Professor Dr. Hans Maier

Das Schlusswort hatte also Hans Maier, der den Bund 1970 zusammen mit weiteren Aktiven ins Leben gerufen hatte. Maier war neben Walter Rüegg, dem damaligen Rektor der Universität Frankfurt, und dem Philosophen Hermann Lübbe einer der ersten drei Vorsitzenden des BFW.

Winfried Holzapfel sprach zum Thema: „Tagungen – Grundsatzerklärungen – Kommentare: Der Bund Freiheit der Wissenschaft von den 1990er Jahren bis 2015“

Wolfram Hogrebe hielt einen grundsätzlichen und zugleich aktuellen Vortrag unter der Überschrift: „Die politische Notwendigkeit der Bildung“

Hans Maier sprach zum Thema: „Der Bund Freiheit der Wissenschaft - Ende und Auftrag"

Den Vortrag von Winfried Holzapfel finden Sie  hier.

Den Vortrag von Hans Maier finden Sie  hier.


Alle Vorträge des Forums sollen den Mitgliedern und Freunden des Bundes Freiheit der Wissenschaft in einer Tagungsbroschüre zugänglich gemacht werden.

Einige Fotos vom Forum finden Sie unten.






Staatsminister a.D. Professor Dr. Hans Maier, der erste Vorsitzende des BFW (Mitte) mit
Dr. Winfried Holzapfel (links) und Staatsrat a.D. Dr. Reiner Schmitz (rechts), den beiden
letzten Vorsitzenden.





Winfried Holzapfel, Hans Maier, Referent Professor Dr. Wolfram Hogrebe,
Reiner Schmitz.




BFW-Vorstandsmitglied Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes,
Gründungsvorsitzender Prof. Dr. Hans Maier, Dr. Winfried Holzapfel, BFW-Vorsitzender von 1994 - 2015, Gastredner Prof. Dr. Wolfram Hogrebe, Dr. Reiner Schmitz, Vorsitzender von 2010-2015, Prof. Dr. Kurt Reinschke, Vorsitzender von 2004 - 20014 und Christian Wagner, Vorsitzender von 1994 - 2000.




Dr. Winfried Holzapfel mit den Ehefrauen der verstorbenen Vorsitzenden Prof. Dr. Erwin K. Scheuch und Dr. Hans Joachim Geisler, der auch Ehrenvorsitzender war, Dr. Ute Scheuch (links) und Brigitte Geisler.




14.10.2015

Einladung zum 39. Bildungspolitischen Forum in Sankt Augustin



Bund Freiheit der Wissenschaft:
 

Am 17. November 2015 veranstaltet der Bund Freiheit der Wissenschaft das 39. Bildungspolitische Forum seit seiner Gründung im Jahr 1970.

Wir wollen uns hier der grundsätzlichen Frage von Politik und Bildung widmen und einen Überblick über die Entwicklung des Bundes Freiheit der Wissenschaft in den vergangenen Jahrzehnten geben.

Das Thema der Tagung lautet:

„Freiheit – Bildung – Zukunft. Der Bund Freiheit der Wissenschaft von 1970 – 2015“.

Welche bildungs- und wissenschaftspolitischen Entscheidungen haben die Republik erregt? Welche Auseinandersetzungen wurden ausgetragen? Worum sollte es in Zukunft gehen?

Diese Fragen werden in Vorträgen und Diskussionen sicher eine Rolle spielen.

In einer Mitgliederversammlung, die nach Beendigung des Forums stattfinden wird, steht die Frage der Auflösung des Bundes Freiheit der Wissenschaft auf der Tagesordnung.

Das 39. Forum könnte also das letzte des Bundes Freiheit der Wissenschaft sein. Wie immer laden wir Sie herzlich dazu ein, mit uns zu diskutieren.

Über Ihre Teilnahme würden wir uns sehr freuen und Sie gern in Sankt Augustin begrüßen.

Das Tagungsprogramm finden Sie  hier.

Um sich anzumelden, nutzen Sie bitte eine der folgenden Möglichkeiten:

Briefpost: Bund Freiheit der Wissenschaft e.V., Postfach 50 01 20, 22701 Hamburg
Telefon:
040/60081356 (den Namen bitte gegebenenfalls auf Band sprechen)
Telefax:
040/65914792
E-Mail:
bfw@bund-freiheit-der-wissenschaft.de

Ihre Anmeldung erbitten wir aus organisatorischen Gründen bis zum 7. November 2015.



11.09.2015

Wie ist Frieden möglich? – Über das neue Buch von Michael Wolffsohn



Bund Freiheit der Wissenschaft:
 

Winfried Holzapfel

Friedenssicherung aus dem Geist des Föderalismus

Wie kommen wir auf dem Weg zum Weltfrieden weiter? Diese Frage muss jeden Menschen umtreiben, der den Unfrieden in der Welt sieht. Es wird nicht nur Krieg geführt. Es wird gemordet. Es wird tausendfach gemordet. Es gibt Bewegungen des Leides, Wellen der Verzweiflung, menschliche Not, die sich ausbreitet und in Gebiete dringt, die noch friedlich erscheinen.

Unruhe ist in den Nationen, Konflikte können in vielen Krisengebieten offen ausbrechen. Auf tönernen Füßen steht brüchiger Frieden. Noch gibt es Refugien. Aber wie bleiben diese sicher? Und: Wie wird unsicheres und umkämpftes Gebiet wieder zur Heimat? Wie bleibt und wird das Leben friedlich und erhält so die Grundlage, um lebenswert zu sein?

Der Blick in die Vergangenheit zeigt das Scheitern von Machtpolitik, auch das Scheitern von Vertragspolitik. Die Vergangenheit ist nie ohne Konflikte gewesen. „Totale“ Kriege wurden geführt, durchsetzt von Gräueltaten. Ethnien und Religionsgemeinschaften wurden bedroht und vernichtet. Wer helfen wollte, musste selbst zu den Waffen greifen. Es scheint, dass ohne Waffen nie Frieden geschaffen werden konnte. Das scheint auch heute und für die Zukunft zu gelten.

Michael Wolffsohn wünscht sich Frieden durch Vernunft. Er wünscht sich Frieden durch Verzicht auf Macht. Er wünscht sich Frieden, der Leben rettet und unversehrt erhält. Er wünscht sich Frieden durch Balance der Interessen, durch Anerkennung der Fakten und einen Verzicht auf Aufrechnung bestehenden Unrechts. Er wünscht sich Frieden unter dem Leitgedanken des territorialen oder personalen Föderalismus.

Er sieht dafür in der Bundesrepublik Deutschland mit ihrer Machtbalance von Bund und Ländern eine Region, die als Exempel dienen kann, einen Staat, der auf Dauer und Frieden angelegt ist. Hier ist ablesbar, was territorialer Föderalismus ist und leisten kann. Durch die Verpflichtung auf ein Grundgesetz für alle, durch die territoriale Eingrenzung ländereigener Interessen und durch die auf Interessenausgleich fußende Staatsverfassung ergibt sich ein geregeltes Miteinander, das den Frieden sichert.

Michael Wolffsohn beschreibt, wie solch föderales Denken in vielen Konfliktregionen der Welt zu Interessen-Ausgleich und sicherem Zusammenleben führen könnte, vor allem in Gebieten des Nahen Ostens, in Afrika, aber auch in der Türkei (Kurdenfrage) und der Ukraine. In Staaten, in denen sich Ethnien oder Religionsgemeinschaften nicht territorial einhegen lassen (Balkanstaaten), muss man sich um einen sogenannten „personalen Föderalismus“ bemühen. Es müssten wenigstens für diejenigen Gruppen, die nicht räumlich, aber nach anderen spezifischen Merkmalen zusammengehören, Vertretungskörperschaften gefunden werden, die die besonderen Interessen dieser Gruppen zur Geltung bringen könnten. Sofern diese mit den Gesetzen des Staates in Einklang stehen, sollten sie auch erfüllt werden.

Bei allem gilt: „Kein Staat ohne Recht. Ohne Recht kein Frieden. Wo das Recht zerbricht, zerbricht der Staat. Wo die Gesellschaft zerbricht, kein Frieden. Kein Frieden, wenn es weder Mehrheitsherrschaft noch Minderheitenschutz gibt. Kein Frieden, wenn es nur Mehrheitsherrschaft ohne Minderheitenschutz gibt. Kein Frieden ohne Mehrheitsherrschaft und Minderheitenschutz“ (S. 154).

Ist das blauäugig, was sich Michael Wolffsohn wünscht? Die Welt ist anders. Das weiß er auch: „In unsere Wohnzimmer dringt jeden Tag das Elend dieser Welt“ (S. 180)“. Die Welt ist voll mit Krieg, Mord und Vertreibung. Sie hat aber auch friedliche Zonen. Diese müssen mehr und mehr werden. Das geht nur dadurch, dass die Spirale von Gewalt und Rache, die nicht enden wollende Vergeltungsspirale zum Halten gebracht wird. Die Kriegstreiberei müsste aufhören, die aus vielen Quellen gespeist wird. Es ist ein Umdenken erforderlich, das mit Gewaltverzicht ernst macht.

Ohne Gewaltverzicht ist Frieden nicht möglich. Die Vernunft rät dazu. Dass der vorgeschlagene Weg tausendfach verfehlt wird, dass das neue Denken möglicherweise eine Illusion ist, sieht auch Michael Wolffsohn selbst. Er kennt die Probleme in Nahost nur zu gut. Wir sahen jüngst: Die Überlegungen, im Osten der Ukraine stärker föderalistische Elemente einzurichten, lösten erheblichen Protest der Nationalisten aus. Und: Kann man wirklich glauben, dass dem IS mit föderalistischen Gedankenspielen beizukommen ist? Hier erscheint als erster Schritt zur Wiederherstellung humaner Verhältnisse militärische Intervention gerechtfertigt. Michael Wolffsohn definiert Fälle, in denen militärische Gewalt legitim ist (S.183).

In seiner Schrift zum Weltfrieden gibt er einer Hoffnung Ausdruck, der Hoffnung eines Skeptikers. Aber müssen wir nicht alle hoffen, dass Wege, die zum Frieden führen, auch dann gegangen werden, wenn sie mühsam sind, wenn sie unwahrscheinlich sind. Wie könnte ohne Wollen Frieden werden?

Michael Wolffsohn unterstützt seine Überlegungen durch schematische Abbildungen, die zunächst schlicht erscheinen, mit der Zeit aber sehr einleuchtend veranschaulichen, was er meint. Es sind Gedanken, mit denen man sich auseinandersetzen sollte. Sie sollten auch denen bekannt sein – sie leiten –, die kraft Ihres Amtes als Politiker besondere Verantwortung für den Frieden der Völker tragen. Es würde nicht schaden. 

Michael Wolffsohn

Zum WELTFRIEDEN. Ein politischer Entwurf, München, 2015, 207 S., 14,90 €, ISBN 978-3-423-26075-6



31.08.2015

Ministerin Löhrmann: 3500 Lehrer fehlen – Ein Kommentar zum Eingeständnis des großen Lehrermangels in NRW



Bund Freiheit der Wissenschaft:
 

Dieser Tage war zu lesen, dass an Nordrhein-Westfalens Schulen 3500 Lehrer fehlen. Diese Zahl gab Schulministerin Löhrmann selbst bekannt. Besonders vom Lehrermangel betroffen sind Realschulen und Gymnasien.

Es ist bemerkenswert, wie wenig Aufregung dieser Skandal in der Öffentlichkeit erzeugt hat.

Zwar haben sich Lehrer- und Elternverbände mit Presseerklärungen zu Wort gemeldet („0ffenbarungseid“, „Armutszeugnis“), aber die öffentliche Empörung in den Printmedien fiel sehr dezent aus. Vergleicht man die Reaktionen mit der Krawallberichterstattung, als vor Jahren einmal eine Rechenaufgabe im Abitur nicht lösbar erschien („Oktaeder des Grauens“), so erscheint diese Ruhe noch unbegreiflicher.

Sie kann nur politisch erklärbar sein. Es sind diejenigen in der Verantwortung, die die Splitter im Auge des anderen sehen, die Balken im eigenen aber nicht. Sie rühren Mißstände jetzt nicht mehr zu Skandalen hoch, wie sie es als Oppositionelle bei jeder Panne mit Wollust getan haben, und Skandale, die in ihren Verantwortungsbereich fallen, reden sie zu kleinen Mißhelligkeiten herunter oder stellen sie als schicksalhafte Gegebenheiten dar. Das ist taktisch klug. Wie man sieht, hat die Taktik Erfolg.

Zwar geißeln Lehrer- und Elternverbände das Faktum des Lehrermangels und den nonchalanten Umgang der Ministerin damit scharf, in den Medien vermisst man aber eine Empörungswelle, wie sie sich aus viel geringfügigeren Anlässen schon häufig entwickelt hat. Woran mag das liegen?

Wahrscheinlich daran, dass seriöser und anspruchsvoller Fachunterricht sowieso ausgedient hat, was Journalisten vielleicht nicht so bekümmert.

Und die große Oppositionspartei? Die sieht nicht den Splitter im Auge des anderen: Das ist sympathisch. Aber sie sieht auch nicht den Balken – das ist merkwürdig.

Winfried Holzapfel  


Presseerklärung der Landeselternschaft der Gymnasien: hier
Presseerklärung des Verbandes „lehrer.nrw“: hier
Presseerklärung des Philologen-Verbandes NRW: hier



31.07.2015

Tagung: „Akademikerschwemme versus Fachkräftemangel“: Spannende Vorträge – lebhafte Diskussionen.



Bund Freiheit der Wissenschaft:
 

Weit über 100 Teilnehmer fanden sich am 8. Juli 2015 zur Fachtagung der Hanns-Seidel-Stiftung in München ein. Sie hatte das Thema: „Akademikerschwemme versus Fachkräftemangel“. Universitätsprofessoren und Vertreter aus Handwerk und Industrie beleuchteten dieses brisante Thema. Seitens des Bundesinstituts für Berufliche Bildung ergriff Dr. Robert Helmrich das Wort.

Ausgerichtet wurde die Tagung von der Hanns-Seidel-Stiftung gemeinsam mit dem Deutschen Lehrerverband, der Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Lehrerverbände sowie dem Bund Freiheit der Wissenschaft.

Lesen Sie zu dieser Tagung hier den Bericht von Till Kinzel.

15.06.2015

Im Juli - Bildungspolitische Tagung in München - Einladung



Bund Freiheit der Wissenschaft:
 

Hiermit laden wir herzlich zu einer Gemeinschaftsveranstaltung von Bund Freiheit der Wissenschaft, Deutschem Lehrerverband, der Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Lehrerverbände und der Hanns-Seidel-Stiftung in München ein.

Die Tagung hat das Thema:

Akademikerschwemme versus Fachkräftemangel

Sie findet statt

am Mittwoch, dem 8. Juli 2015, von 10.00 bis 17.00 Uhr in  der Hanns-Seidel-Stiftung in der Lazarettstr. 33 in 80636 München.

Einzelheiten des Programms und Anmeldungshinweise finden Sie 
hier. Bitte geben Sie bei der Anmeldung an, wenn Sie Mitglied des BFW sind.

Wir würden uns sehr freuen, Sie in München begrüßen zu können.

Dr. Winfried Holzapfel, Dr. Reiner Schmitz
Vorsitzende

 

14.05.2015

Trauer um Hans Joachim Geisler



Bund Freiheit der Wissenschaft:
 

Der Bund Freiheit der Wissenschaft trauert um seinen Ehrenvorsitzenden, Dr. Hans Joachim Geisler.

Nachruf

Dr. Hans Joachim Geisler stritt zeit seines akademischen Lebens für die Freiheit der Wissenschaft und nahm dabei persönliche Nachteile in Kauf. Er war zeitlebens Anwalt eines begabungs- und leistungsorientierten humanen Bildungswesens.

Seine Anliegen vertrat er als Gründungsmitglied und Vorsitzender des Bundes Freiheit der Wissenschaft auch über sein Berufsleben hinaus. Im Jahr 2011 wurde er Ehrenvorsitzender des Bundes Freiheit der Wissenschaft.

Dr. Hans Joachim Geisler ist am 28. April 2015 im 81. Lebensjahr in Berlin verstorben.

Er wird am 18. Mai 2015 um 10.30 Uhr auf dem Luisenfriedhof II, Königin-Elisabeth-Straße 46, 14059 Berlin-Charlottenburg zu Grabe getragen.

Wir trauern mit seiner Familie.

Wir erinnern uns seiner dankbar als Freund und Mitstreiter für die Freiheit der Wissenschaft und werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.


Dr. Winfried Holzapfel, Dr. Reiner Schmitz

Vorsitzende des Bundes Freiheit der Wissenschaft


Zu Hans Joachim Geislers Lebensleistung

Eine ausführliche Beschreibung seines Lebenslaufs und seines Einsatzes für die Notgemeinschaft für eine freie Universität in Berlin und den Bund Freiheit der Wissenschaft war Inhalt der Laudatio, die Michael Wolffsohn anläßlich der Verleihung des Ehrenvorsitzes des Bundes Freiheit der Wissenschaft an Hans Joachim Geisler hielt. Sie steht unter dem Datum vom 10. 02. 2012 in der Februar-Ausgabe von "freiheit der wissenschaft online" ("webfdw") auf dieser Website.

Die Würdigung Till Kinzels zum 80. Geburtstag des in Dresden geborenen Altphilologen Hans Joachim Geisler finden Sie auf dieser Website unter dem Datum vom 5. 11. 2014.




31.03.2015

Brennende Fragen beim DHV-Tag in Mainz



Bund Freiheit der Wissenschaft:
 

Die Jahresversammlung des Deutschen Hochschulverbandes, die am 23. und 24. März 2015 in Mainz stattfand, stellte wichtige Fragen zu Perspektiven für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unter dem Leitthema: „Wissenschaft als Beruf“.

Diesen Fragen widmete sich vor allem die Vortrags- und Diskussionsveranstaltung im Hotel Hyatt Regency Mainz am Vormittag des zweiten Veranstaltungstages. Den Hauptvortrag hielt Frau Prof. Dr. Wanka, die Bundesministerin für Bildung und Forschung. Sie sprach zum Thema: „Neue Karrierewege für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Deutschland“. Ergänzt wurde dieser Vortrag durch eine Reihe kurzer Statements aus dem Erfahrungshorizont junger Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen. Eine Podiumsdiskussion über „Kernelemente einer zukünftigen Personalstruktur in der Wissenschaft“ beschloß den arbeitsintensiven Teil des 65. DHV-Tages.

Dieser hatte am Abend des 23. März traditionell mit einer festlichen „Gala der Deutschen Wissenschaft“ im großen Saal des Kurfürstlichen Schlosses begonnen.

Die festliche Gala diente den Veranstaltern, dem Deutschen Hochschulverband und der Deutschen Universitätsstiftung, als würdiger Rahmen für die Preisverleihung an herausragende Persönlichkeiten der Wissenschaft des Jahres 2014 durch ebenfalls namhafte Laudatoren.

In einzelnen Presseerklärungen machte der Deutsche Hochschulverband im Anschluß an die Tagung auf brennende Fragen aufmerksam, ohne deren Lösung alle Festtagsreden wohlfeil sind.

Des Näheren ging es dabei um die Warnung vor einer „weiteren Nivellierung des Bildungssystems“. Plädiert wurde für „ein Bildungsangebot der Vielfalt“.

Eng zusammen mit dem Thema der Tagung wandte man sich gegen die Entstehung eines „akademischen Prekariats“.

Außerdem will der DHV den Qualifikationsweg zur Universitätsprofessur neu ordnen und plädiert für eine „neue Personalkategorie Assistenzprofessur“ und klare Trennung von wissenschaftlicher Dienstleistung und Qualifikation.

Eine weitere Herausforderung ist nach Auffassung des Verbandes der „Ausbau des inklusiven Bildungssystems“, das nicht nur des guten Willens, sondern auch handfester finanzieller Unterstützung bedürfe.

Der Hochschulverband erneuerte das Gebot der „Transparenz der Forschung“. Geheimhaltung widerspreche dem Gedanken der Universität und könne allenfalls in jeweils eigens zu begründenden Ausnahmefällen, in denen eine strenge Güterabwägung geschehen müsse, und auch dann nur unter bestimmten Bedingungen zugestanden werden.

Fragen und Thesen können in der Darstellung des Vorsitzenden des Deutschen Hochschulverbandes, Prof. Dr. Bernhard Kempen, in ihrem längeren Begründungszusammenhang nachgelesen werden. Die Texte finden Sie
hier.

Eine Aufstellung der während der Gala ausgezeichneten Persönlichkeiten der Wissenschaft finden Sie
hier.

28.01.2015

Zwei Rezensionen und ein Aufsatz



Bund Freiheit der Wissenschaft:
 

Hochschule und Schule sind Themen des BFW nahezu seit seiner Gründung im Jahre 1970. Deshalb machen wir immer wieder auf Lektüre zu diesen Themen aufmerksam.

Im letzten Jahr erschien von Nikolai Wehrs ein Buch über den BFW:
Protest der Professoren. Der „Bund Freiheit der Wissenschaft“ in den 1970er Jahren. Göttingen: Wallstein, 2014. Gebunden, 539 S., ISBN 978-3-8353-1400-9, EUR 44.00.

Über dieses Buch hat Till Kinzel eine Rezension verfasst. Hier möchten wir gern eine weitere Rezension zur Kenntnis bringen:

Die Rezension ist von Anna von der Goltz. Die Rezension finden sie
hier. Einen Hinweis zur Verfasserin finden Sie unter diesem Link.

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Außerdem machen wir aufmerksam auf eine Rezension des Buches von Rainer Werner:
Lehrer machen Schule. Warum gute Lehrer so wichtig sind, Verlag Auriga, Ottilienweg 16 b, 13505 Berlin,www.rainer-werner.com, Berlin 2014.

Die Rezension von Elisabeth Peerenboom-Dartsch ist erschienen in:

 "Katholische Bildung", Verbandsorgan des Vereins katholischer deutscher Lehrerinnen e.V. (VkdL), 116. Jahrgang, Heft 1 / 2015, S. 42 - 45.

Sie können sie
hier lesen.

//

Die gleiche Zeitschrift brachte in Heft 11, Dezember 2014, S.494 -500, einen Aufsatz von Winfried Holzapfel mit dem Thema: „Schulleitung – der ungeliebte Job. Warum man die Herausforderung annehmen sollte“, in der der Verfasser einige grundsätzliche Aspekte von Schulleitung darstellt.

Den Aufsatz finden Sie
hier.


14.12.2014

Der BFW als Gegenstand der Forschung  -  eine verdienstvolle Monographie von Nikolai Wehrs



Bund Freiheit der Wissenschaft:
 

Im Rundbrief an die Mitglieder und Freunde des Bundes Freiheit der Wissenschaft vom August dieses Jahres fand sich der Hinweis auf ein im Frühjahr erschienenes Buch, dessen Autor, Nikolai Wehrs, den Bund als Forschungsgegenstand ausgewählt hatte. Damals wurde eine Rezension dieses Buches angekündigt.

Hier nochmals die bibliographischen Angaben:

Nikolai Wehrs: Protest der Professoren. Der „Bund Freiheit der Wissenschaft“ in den 1970er Jahren. Göttingen: Wallstein, 2014. Gebunden, 539 S., ISBN 978-3-8353-1400-9, EUR 44.00

Nunmehr liegt eine ausführliche Rezension vor. Ihr Verfasser ist Till Kinzel.

Seine Rezension finden Sie
hier.

Mit dem Hinweis auf dieses Buch, dessen Rezension durchaus als Leseempfehlung eingeschätzt werden kann, verbinden wir für unsere Mitglieder und Freunde sowie alle Besucher unserer Website die besten Wünsche für ein besinnliches Weihnachtsfest und ein gutes neues Jahr 2015.


Wir möchten nicht versäumen, Sie auch auf folgende Neuerscheinung hinzuweisen:

Johann Joachim Eschenburg:
Kleine Geschichte des Romans von der Antike bis zur Aufklärung
Hrsg. v. Till Kinzel
Mit einem Nachwort von Till Kinzel

Edition Wehrhahn, Band 12, 2014, 136 Seiten, Broschur, ISBN 978–3–86525–421–4
Preis: 14,80 €

Mehr dazu unter wehrhan-verlag.de.



05.11.2014

Hans Joachim Geisler achtzig Jahre – Wir gratulieren


Bund Freiheit der Wissenschaft: 

Am 14. September 2011 wurde Dr. Hans Joachim Geisler Ehrenvorsitzender des Bundes Freiheit der Wissenschaft.

Hans Joachim Geisler hat große Verdienste um den Bund Freiheit der Wissenschaft, dessen Gründungsmitglied im Jahr 1970 er war. 

Vorstand und Mitglieder des Bundes Freiheit der Wissenschaft gratulieren herzlich und wünschen ihm alles Gute zum Geburtstag.


Dr. Winfried Holzapfel                    Prof. Dr. Kurt Reinschke                   Dr. Reiner Schmitz

Vorsitzende


Lesen Sie
hier eine Würdigung von Dr. Till Kinzel.
 



Freude über die Urkunde – BFW-Ehrenvorsitzender Dr. Hans Joachim Geisler am 14. September 2011

 



15.10.2014

Vortragsveranstaltung in Düsseldorf



Bund Freiheit der Wissenschaft:
 

HERZLICHE EINLADUNG 

Am 22. November 2014 findet in Düsseldorf  im Gerhart-Hauptmann-Haus eine Vortragsveranstaltung des Bundes Freiheit der Wissenschaft statt.
 

Professor  Dr. Wolfgang Löwer spricht  zum Thema:
 

Aktuelle Entwicklungen im Hochschulrecht.

 

Wir laden ab 10.15 Uhr zu Vorgesprächen bei einer Tasse Kaffee und anderen Getränken ein.



Der Vortrag beginnt um 11.00 Uhr. Im Anschluss besteht Gelegenheit zur Diskussion. Das Ende der Veranstaltung ist für 13.00 Uhr vorgesehen.

Das Gerhart-Hauptmann-Haus hat die Adresse Bismarckstr. 90, 40210 Düsseldorf. Es liegt in unmittelbarer Bahnhofsnähe. Preiswertes Parken ist möglich in Parkhäusern auf der Charlottenstraße.

Herr Professor Dr. Wolfgang Löwer ist Professor für Öffentliches Recht und Wissenschaftsrecht an der  Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.

Einige Gedanken zum Thema und eine kurze Vita des Referenten finden Sie hier.

 

Bitte, nutzen Sie zur Anmeldung eine von folgenden Möglichkeiten:

E-Mail: bfw@bund-freiheit-der-wissenschaft.de

Fax: 040/65914792

Postanschrift: Bund Freiheit der Wissenschaft e.V., Postfach 50 01 20, 22701 Hamburg

Bitte, geben Sie Ihren Namen und Ihre Adresse an. Vielen Dank!




23.09.2014

Latein  bildet und nützt   -  Widerstand gegen Abbau der Lateinanforderungen im Lehramtsstudium



Bund Freiheit der Wissenschaft:
 

„Im Schulministerium von NRW werden Überlegungen angestellt, die bisher gültigen Latinumsvoraussetzungen für Lehramtsstudenten moderner Fremdsprachen wie Englisch und Französisch gänzlich aufzugeben und die Lateinanforderungen für Geschichte und Philosophie zu verringern. Die Klasse für Geisteswissenschaften hatte sich bereits im Februar dieses Jahres in einem Memorandum, das der Ministerin für Schule und Weiterbildung des Landes NRW sowie anderen politischen Instanzen des Landes zugesandt worden war, gegen einen solchen Abbau der Lateinanforderungen gewandt. Zur Erörterung desselben Themas vereinte die Klasse am 8. September im großen Saal der Akademie Professoren, die die betroffenen Sprachfächer in verschiedenen Universitäten des Landes NRW vertreten“. 

Mit dieser Darlegung des Sachverhalts beginnt eine Pressemitteilung der Klasse für Geisteswissenschaften der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste. Sie schließt folgendermaßen:

„Die Vorträge verdeutlichten unter verschiedenen Gesichtspunkten, dass auf das Latein nicht verzichtet werden kann, wenn das Studium der Schulsprachen nicht auf ein unvertretbar tiefes Niveau herabsinken soll. Die Universitätslehrer, die zu der Veranstaltung zusammengekommen waren, drängten darauf, dem Universitätsstudium der modernen Fremdsprachen für die Studenten ohne Latinum ein lateinisches Propädeutikum vorzuschalten, das nicht auf die Regelstudienzeit angerechnet wird und durch das die Bafögzahlung entsprechend verlängert wird“.


Folgende PDF-Dokumente können Sie sich hier ansehen:

Den vollständigen Text der Presseverlautbarung finden Sie 
hier.

Eine Zusammenfassung des Memorandums finden Sie hier.

Einen Kommentar zum Thema finden Sie hier.


Zum Thema auch:
awk.nrw.de


08.09.2014

Neuer Mitglieder-Rundbrief erschienen



Bund Freiheit der Wissenschaft:
 

In diesen Tagen ist den Mitgliedern und Freunden des Bundes Freiheit der Wissenschaft der neue Mitglieder-Rundbrief zugestellt worden.

Wie üblich stellen wir ihn zur Einsicht für interessierte Besucher unserer Website auch hier ein. Der Rundbrief enthält neben dem Abdruck eines Tagungsberichts auch grundsätzliche Überlegungen zur Schulbildung von Hans Maier und Josef Kraus.

Der Präsident des Deutschen Hochschulverbandes, Prof. Dr. Bernhard Kempen, äußert sich zu „virtuellen Lernwelten“ in der Universität.

Hinweise zu Neuerscheinungen und Rezensionen vervollständigen den Rundbrief.

Interessierte finden den Rundbrief
hier.


Bitte beachten: Der BFW hat eine neue E-Mail-Adresse:

bfw@bund-freiheit-der-wissenschaft.de



26.08.2014

Neue E-Mail-Adresse stellt Erreichbarkeit sicher



Bund Freiheit der Wissenschaft:
 

Liebe Mitglieder und Freunde,
liebe interessierte Besucher unserer Website,

gegen Ende der Sommerpause mußten wir feststellen, daß aufgrund eines Mißverständnisses unsere  E-Mail-Adresse nicht mehr funktionierte.

Wir haben eine neue E-Mail-Adresse eingerichtet und sind nun unter der Adresse:

                                    bfw@bund-freiheit-der-wissenschaft.de

wieder uneingeschränkt erreichbar.


Nutzen Sie bitte künftig nur noch diese Adresse. Benutzen Sie die alte Adresse nicht mehr.

Sollte jemand in der letzten Zeit versucht haben, uns auf dem bis dahin üblichen Weg zu erreichen und abgewiesen worden sein, so bitten wir das zu entschuldigen. Gern werden wir im neuen elektronischen Postfach wieder Ihre Post abholen. Diese Kommunikation war und  ist uns wichtig.

Die Vorsitzenden


15.07.2014

Parlamentsferien, Schulferien, Semesterferien – Erholungszeit!



Bund Freiheit der Wissenschaft:
 

Alle machen Urlaub – wir auch!


Urlaub ist schön bei leichten Getränken...



           ... und entspannter Lektüre





Diese bieten zwei Neuerscheinungen von Bernd Franzinger.

Fritz I. Ein Knirps wehrt sich, 2014, Ravis-Verlag, Kaiserslautern, 248 S., ISBN 978-3-9815857-1-1, 17,99 Euro.

Schultheater. Kriminalroman, 2014, Gmeiner-Verlag GmbH, Meßkirch, 310 S., ISBN 978-3-8392-1593-7, 11,99 Euro.

Mehr über Bernd Franzinger und den schulpolitischen Erstling des Krimiautors, „NO auf Bildungsreise“, aus dem Herbst 2013 finden Sie auf dieser Website unter dem Datum vom 26.11.2013.




27.06.2014

Gute Lehrer braucht das Land!



Bund Freiheit der Wissenschaft:
 


Am 11. Juni hat der Deutsche Lehrerverband (DL) sich in einer Presseerklärung zur Lehrerbildung geäußert.

Auslöser war das Erscheinen des Hochschul-Bildungsreports 2020 vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und McKinsey. Der Hochschul-Bildungsreport  mißt in sechs Handlungsfeldern, wie sich die deutsche Hochschulbildung bis zum Jahr 2020 entwickelt.

Die Entwicklung verlaufe schlecht, heißt es plakativ zum Einstieg, am schlechtesten bei der Lehrerbildung.

Der Deutsche Lehrerverband  fordert in seiner Stellungnahme, der Lehrerberuf müsse in der gesellschaftlichen Wahrnehmung und in seinen Rahmenbedingungen attraktiver werden.

Zugleich macht er auf Nachwuchsprobleme bei Schulleiterstellen aufmerksam.

Die Presserklärung des DL finden Sie hier.

Den Hochschul-Bildungsreport können Sie hier einsehen.

Mehr zum Thema Schule

Am 12. Mai 2014 hat Lehrerverbandspräsident Josef Kraus in Berlin in der bayerischen Landesvertretung vor der Vereinigung der Freunde der CSU einen Vortrag mit dem Titel: „Lebenslügen deutscher Schulpolitik gehalten – Wie Deutschland wieder eine Bildungsnation werden kann“. Dazu eingeladen hatte der Vorsitzende der Vereinigung, Oberschulrat a.D. Gerhard Schmid.



Gerhard Schmid

Den Vortrag finden Sie hier.



12.05.2014

„Talente finden – Begabungen fördern – Eliten bilden“ – Gut besuchte Expertentagung im Münchner Konferenzzentrum



Bund Freiheit der Wissenschaft:
 


Am 30. April 2014 fand in München in der Hanns-Seidel-Stiftung die Expertentagung zum Thema „Talente finden - Begabungen fördern – Eliten bilden“ statt.

Die Teilnehmerzahl war hoch, die Vorträge brillant, die Diskussionen engagiert.



Josef Kraus führte in die Tagung ein


Podium am Nachmittag


Dr. Till Kinzel, Verfasser des Tagungsberichts


Blick ins Auditorium

Lesen Sie hier den Tagungsbericht von Till Kinzel:

In Kooperation mit der Hanns-Seidel-Stiftung, dem Deutschen Lehrerverband und der Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Lehrerverbände veranstaltete der Bund Freiheit der Wissenschaft in München eine sehr gut besuchte Tagung zu einem zentralen Thema von Pädagogik und Schule: die Förderung von Begabungen und die Bildung von Eliten. Die Komplexität des Themas zeigte sich in den verschiedenen Beiträgen, die im folgenden näher vorgestellt werden, sehr rasch. Denn Talent, Begabung und Elite sind nicht einfach deckungsgleich. Unbestritten dürfte aber sein, daß es für eine moderne Gesellschaft aus verschiedenen Gründen unverzichtbar ist, allen Kindern die ihnen angemessene Förderung angedeihen zu lassen. Dazu gehört eben auch die Berücksichtigung besonders ausgeprägter Begabungen...

Weiterlesen.


Zur Resonanz der Tagung siehe auch:

Webseiten der Hanns-Seidel-Stiftung und des Deutschen Lehrerverbandes.




02.05.2014

Aktuell – Manifest zur Bildungs- und Schulpolitik im Jahre 2014


Bund Freiheit der Wissenschaft: 

Der Bund Freiheit der Wissenschaft übergibt das folgende Manifest zur Bildungs- und Schulpolitik im Jahr 2014 im April 2014 den für Bildungs- und Schulpolitik Verantwortlichen in Bund und Ländern sowie der interessierten Öffentlichkeit.

Es wurde im Rahmen eines Pressegesprächs von Staatsminister a.D. Professor Dr. Hans Maier im Presseclub München der Öffentlichkeit vorgestellt. Hans Maier leitete die Präsentation mit folgenden Worten ein:

In der Zeit der Bildungsreformen entdeckte man die Lebensdienlichkeit der Schule neu. "Wir lernen nicht für die Schule, sondern für das Leben", so hieß es. Das war ohne Frage ein weiterführender Gesichtspunkt - wird doch unser Lebensschicksal von den Jahren, die wir auf Schulbänken verbringen, aufs stärkste mitbestimmt. Ebenso unzweifelhaft hat aber auch die einseitige Orientierung der Schule auf die Zukunft hin, ihre In-Pflicht-Nahme für den sozialen  Wandel, für die Gesellschafts- und Sozialpolitik das Pädagogische in ihr deutlich zurücktreten lassen. Die Schule verlor ihr Eigenrecht, die Bildung, die sie vermittelte, war kein Selbstzweck mehr, kein unmittelbar erfahrbares, gegenwärtiges Glück. Alles wurde in den Dienst der Lebenspraxis gestellt. Schule wurde zur Präparandenanstalt für künftiges Leben - und dieses Künftige lag ganz und gar außerhalb ihrer Zuständigkeiten. Man fragte: Was bedeutet Schule für die Zeit danach, für die berufliche und soziale Entfaltung, für den Aufstieg, für das Lebenszeiteinkommen? Ganz aus dem Blick geriet die Kurzzeitperspektive: Was bedeutet diese Stunde, dieser Lehrer, die Begegnung mit Mitschülern, diese Erfahrung - was bedeutet dieser eine, einzige, pädagogische Augenblick?
 
Schulen können langweilige und furchterregende - sie können aber auch anregende, anziehende Orte sein - Orte, die man nicht vergisst. Jean Paul hat bezüglich seiner eigenen, höchst bescheidenden Schule von der "Seligkeit des Miteinanderhausens" und "Ineinanderwohnens" gesprochen. "Alles Lernen war mir Leben" (Selberlebensbeschreibung). Ist es nicht gerade das, was der Schule in den letzten Jahrzehnten, bei allem wissenschaftlich-spezialistischen Zugewinn und aller neu erworbenen sozialen Einzugsbreite, verloren ging? Ist sie nicht in dieser Hinsicht geradezu enteignet worden?

Das Manifest finden Sie hier.

Über Rückmeldungen freuen wir uns und werden uns damit auseinandersetzen.

Postanschrift: Bund Freiheit der Wissenschaft e. V.
Postfach 500120, 22701 Hamburg
Fax: 040/65914792,
E-Mail-Adresse: bund.freiheit.wissenschaft@t-online.de
 



Im Presseclub München: Dr. Reiner Schmitz, Prof. Dr. Hans Maier, Dr. Winfried Holzapfel sprechen über das Manifest des BFW zur Schulpolitik.
(Foto: Privat/Eisele)


 



17.03.2014

Talente! – Begabungen! – Elite?! - Einladung zu einer bildungspolitischen Tagung in München



Bund Freiheit der Wissenschaft:
 


Liebe Mitglieder und Freunde des Bundes Freiheit der Wissenschaft,
liebe interessierte Besucher unserer Website,

hiermit möchten wir Ihnen das Programm der schon seit längerem angekündigten bildungspolitischen Tagung zum Thema:

TALENTE FINDEN – BEGABUNGEN FÖRDERN – ELITEN BILDEN

vorstellen.

Die Tagung findet in Zusammenarbeit von Hanns-Seidel-Stiftung, dem Deutschen Lehrerverband, der Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Lehrerverbände und dem Bund Freiheit der Wissenschaft am 30. April 2014 in München statt.

Sie ist ganztägig. Ein Tagungsbeitrag wird nicht erhoben.

Den Programmablauf und Hinweise zu den Anmeldeformalitäten finden Sie
hier.

Sie sind herzlich eingeladen, an der Veranstaltung teilzunehmen. Wir werden Sie gern in München willkommen heißen.



Information:

Mehr zur Hanns-Seidel-Stiftung finden Sie
hier.
Mehr zum Deutschen Lehrerverband finden Sie
hier.
Mehr über die Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Lehrerverbände finden Sie
hier.


07.03.2014

„Das Bildungssystem ist durchlässig und erlaubt auch Haupt- oder Realschülern den Aufstieg“



Bund Freiheit der Wissenschaft:
 

Eine neue Studie zeigt, dass das deutsche gegliederte Schulwesen allen Kindern Chancen bietet, zu guten Schulabschlüssen und zu einem erfolgreichen und angesehenen beruflichen Leben zu kommen.

Im Interview mit der Badischen Zeitung sagt einer der Autoren der Studie, Patrick Puhani, von dem auch das Zitat in der Titelzeile stammt:

 „Die Stärke des dreigliedrigen Systems liegt darin, dass die Lerninhalte auf die unterschiedlichen Begabungen der Schüler abstellen. Es stimmt: Das deutsche System verteilt die Kinder sehr früh auf verschiedene Formen. In dieser Form kommt das international sonst nicht vor. Doch bedeutet das nicht die Zementierung der Lebenschancen der Kinder, wie viele meinen.“

Es bestehe kein Grund für Eltern, sich verrückt zu machen, wenn Kinder nicht sofort das Gymnasium besuchten.
Die Studie hat die Lebensläufe von Kindern der Jahrgänge 1961 – 1976 untersucht und festgestellt, dass mit der Verteilung auf unterschiedliche Schulformen nach Klasse vier keineswegs festgeschrieben wird, was aus einem Kind wird, sondern weiterhin alle Berufsmöglichkeiten offen stehen.

Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Josef Kraus, unterstreicht das wichtigste Ergebnis der Studie:

„Sie belegt eindrucksvoll, dass eine Differenzierung der Schüler nach vier Grundschuljahren keinerlei Bildungschancen verbaut.“



Die vollständige Stellungnahme des Deutschen Lehrerverbandes finden Sie
hier.
 

Die vollständige Studie (in englischer Sprache) finden Sie hier.

 



Hinweis:
Bitte merken Sie sich den Termin der bildungspolitischen Tagung in München vor: 30.4.2014. Siehe Vorankündigung vom 5.2.2014 auf dieser Website!
In Kürze liegt das komplette Programm vor. Sie sind herzlich zur Teilnahme eingeladen.


05.02.2014

Vorankündigung einer bildungspolitischen Tagung



Bund Freiheit der Wissenschaft:
 

Hiermit machen wir auf eine gemeinsame Tagung des Bundes Freiheit der Wissenschaft mit dem Deutschen Lehrerverband und der Hanns-Seidel-Stiftung aufmerksam, die am

30. April 2014 in München

in den Räumen der Hanns-Seidel-Stiftung stattfinden wird.

Vorgesehener zeitlicher Rahmen: 10.00 Uhr - 16. 30 Uhr.

Vorgesehenes Thema: "Talente finden – Begabungen fördern - Eliten bilden"

Ein weiterer Kooperationspartner ist die Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Lehrerverbände.

Als Referenten
sind eingeladen u.a. Prof. Dr. Norbert Bolz (Berlin), Prof. Dr. Walter Schweidler (Eichstätt), Prof. Dr. Reinhold Weiß (Bonn) sowie Prof. Dr. Peter Brenner (München). Der Nachmittag der Tagung gilt vor allem konkreten Projekten der Begabtenförderung.

Die Begrüßung erfolgt durch den Vorsitzenden der Hanns-Seidel-Stiftung, Herrn Staatsminister a. D. Prof. Dr. h.c. mult. Hans Zehetmaier.
Zur Einführung spricht Josef Kraus, der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes.

Wir hoffen auf Ihr Interesse und laden Sie herzlich zur Teilnahme ein. Das genaue Tagungsprogramm und weitere Tagungshinweise werden beizeiten veröffentlicht.


31.01.2014

Angeschaut und aufgeblättert - Bücher und Rezensionen



Bund Freiheit der Wissenschaft:
 

Interessant für Sie?

Dirk Walter, Karl Bosl. Annäherung an eine Persönlichkeit. Leistung – Fehlverhalten
Herausgeber: Bayerischer Philologenverband e. V., München 2013
ISBN 978-3-00-044343-5

Info: Besonders nach der Lektüre des letzten Abschnittes, in dem über zahlreiche Ehrungen Bosls und deren Aberkennung im Lichte späterer Forschungsergebnisse berichtet wird, versteht man, dass der Autor, Dirk Walter, eine umfassende moderne Biographie als Desiderat empfindet. Das vorliegende Buch ist seinerseits eine spannende Einführung in Leben und Laufbahn eines vielschichtigen Menschen, dessen Erfolgen und Verdiensten Schwächen und Opportunismus gegenüberstehen.
In einem speziellen Beitrag über „Karl Bosl – Philologe, Verbandsvertreter, Wissenschaftler“ beschreibt Willi Eisele Bosls Werdegang und sein Wirken im Bayerischen Philologenverband und Geschichtsverbänden. Auch hieraus erkennt man Karl Bosl als „bedeutenden Kopf seines Faches“ (S. 79), und doch ist „der Eindruck  ambivalent“ (S. 78), wie Eisele schreibt.
Stellenweise gibt dieses Buch auch Einblick in Verbandshandeln. Dass dies seine Tücken haben kann, wird nicht verschwiegen.

Winfried Holzapfel

Dietmar Waterkamp, Bildung im höheren Schulwesen in Deutschland, Vorlesungen 2011 und 2013, 2. überarb. Auflage, Tudpress Verlag der Wissenschaften, ISBN 978-3944331089, 22.00 €


Info: Die Vorlesungen zeigen, auf welchen historischen Fundamenten das höhere Schulwesen in Deutschland ruht. Von den europäischen Ursprüngen der Jugendbildung in Griechenland und Rom zieht sich die Entwicklung bis zur sächsischen Mittelschule. Von den Anfängen der körperlichen und geistigen Unterweisung für wenige läuft die Entwicklung auf eine Bildung für alle zu, vom Standesprivileg entwickelt sie sich zum Menschenrecht.
Die Vorlesungen sind gezielte und fundierte Anleitung, um sich als Lehramtsstudent mit den Entwicklungslinien von Bildungsfragen, soweit sie von schulischer Relevanz sind, auseinanderzusetzen und die eigene Lern- und Ausbildungsbiographie damit zu verknüpfen.

Ho.

Rudolf Burandt, Schüler zu Gewinnern machen. Effiziente Wege aus der Schulmisere, 2011, Verlag buch&media GmbH, München, 19,90 €

Info: Eine der Thesen des Verfassers, die er vielfältig belegt, ist, dass hinter allen Verlautbarungen der Kultusminister ein Denkfehler „als Obrigkeit“ steht. „Sie wollen sich wissend und tatkräftig präsentieren, sehen aber wegen ihrer einschlägigen Wissens- und Lerndefizite nicht das eigene Wunschdenken dahinter“, heißt es auf   S. 158. „So leisten Sie Täuschung und Selbsttäuschung zugleich“. Ihnen fehlt Entscheidendes: „eine wirklichkeitsnahe Sicht der Schule“, obwohl sie gerade diese ihren Verlautbarungen nach ermöglichen wollen. Dem Verfasser geht es um echte Lernhilfen, die im Unterricht wirksam werden. Das Buch ist äußerst unkonventionell abgefasst. Es ist reizvoll, sich mit den Erkenntnissen, die der Verfasser aus langjähriger Erfahrung als Schulpraktiker und Lernforscher gewonnen hat, auseinanderzusetzen, um davon zu profitieren.

Ho.

Peter Bieri, Eine Art zu leben. Über die Vielfalt menschlicher Würde, 2013, Carl Hanser Verlag, München, 24,90 €

Kurzkritik: Man kann das Buch, obwohl fesselnd, nicht in einem Atemzug lesen. Es regt an zu selbständigem Nachdenken. Das entschleunigt . Die Beschreibung von Alltagssituationen verleiht den Meditationen, die es auslöst, einen Sitz im Leben. Vielfältige Erscheinungen von der Würde des Menschen und ihre Gefährdungen werden anschaulich. Das Thema bleibt nicht abstrakt.
Peter Bieri, als „Pascal Mercier“ und Autor des Buches „Nachtzug nach Lissabon“ bekannt geworden, pflegt eine Sprache, die den Leser in die Themenbereiche hineinzieht, die ihm dann so ausgeleuchtet werden, dass sich eigene Ansichten bilden.

Ho.

Hinweise:

Johann Joachim Eschenburg und die Künste und Wissenschaften zwischen Aufklärung und Romantik.
Cord-Friedrich Berghahn, Till Kinzel (Hrsg.)
Netzwerke und Kulturen des Wissens, Winter Universitätsverlag, Heidelberg 2013, 464 S.,  ISBN 978-3825360917, S. 58,00 €


Edward Gibbon, Versuch über das Studium der Litteratur
Hrsg. V. Till Kinzel und André Reichart, übers. von Johann Joachim Eschenburg, ISBN 978-3-86525-372-9, 12 €.

Die Broschüre erscheint im März dieses Jahres. Weitere Hinweise finden Sie hier.


Rezensionen:

Das Manifest der Toleranz: über Ketzer und ob man sie verfolgen soll / Sebastian Castellio.
Aus dem Lateinischen von Werner Stingl. Mit einer historischen Darstellung von Hans R. Guggisberg. Hrsg. und eingeführt von Wolfgang F. Stammler. - Essen : Alcorde-Verlag, 2013. - 439 S. : Ill. ; 22 cm. -(Bibliothek historischer Denkwürdigkeiten). Einheitssacht.: De haereticis an sint persequendi <dt.>. - ISBN 978-3-939973-61-4: EUR 36.00
Eine Rezension von Till Kinzel finden Sie
hier.

Konrad Löw, Adenauer hatte recht – Warum verfinstert sich das Bild der unter Hitler lebenden Deutschen? London/Berlin, Verlag Inspiration UnLimited, 2014, br., 204 S., Nachwort von Alfred de Zayas, ISBN 978-3-98121108-5, 14,90 €
Eine Rezension von Willi Eisele finden Sie
hier.


24.01.2014

„Wieder 30“ 

      Die Nordrhein-westfälische Akademie der Wissenschaften und der  Künste begrüßt junge Kollegen



Bund Freiheit der Wissenschaft:
 

Der Neujahrsempfang am Dienstag, dem 21. Januar 2014, war ein guter Rahmen für die Neuaufnahme von Mitgliedern des Jungen Kollegs der Nordrhein-westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste in Düsseldorf . Der Festsaal im Karl-Arnold-Haus am Florapark war mit über 400 Personen bis auf den letzten Platz besetzt, als Dr. David P. Schweikard als Sprecher des Jungen Kollegs die drei neuen Mitglieder willkommen hieß. Er betonte – wie auch die anderen Redner – die interdisziplinäre Arbeit des Kollegs, die sich  in Arbeits- und Projektgruppen mit wissenschaftlichen, ethischen und hochschulpolitischen Themen äußere, und die traditionelle Vorbereitung eines Forschungstages im Herbst.
Zuvor hatte der Präsident der Akademie, Professor Dr. Dr. Hanns Hatt, die Anwesenden begrüßt und die nordrhein-westfälische Ministerin für Innovation Forschung und Wissenschaft, Svenja Schulze, ein Grußwort gesprochen.

Darin sprach Schulze den neuen Mitgliedern des Jungen Kollegs ihre Glückwünsche aus und zeigte sich von der Arbeit der Akademie, deren wissenschaftlicher Leistung und vor allem dem interdisziplinären Ansatz vieler Forschungsarbeiten und Projekte angetan. Dies entspreche den Notwendigkeiten von Wissenschaft und Gesellschaft. Vor allem den gesellschaftlichen Auftrag der Wissenschaft zu stärken, erklärte sie zum Ziel ihrer Politik. Dem diene auch die Einbringung des neuen Hochschulgesetzes. Sie wolle sich für eine Stärkung der Geisteswissenschaften und der Gesellschaftswissenschaften einsetzen, die gegenüber den Naturwissenschaften ins Hintertreffen geraten seien. Fragen nach der Freiheit der Wissenschaft und der Kontrolle der Universitäten ging sie im Grußwort zu dieser Stunde verständlicherweise nicht nach. Es fiel ihr auch nicht ein zu klären, wie die beabsichtigte Abschaffung des Latinums für angehende Lehrer mit der angeblichen Wertschätzung und Stärkung der Geisteswissenschaften einhergeht, insofern damit doch auch der Verlust eines kulturellen Erbes in Kauf genommen wird.

In einem späteren, längeren Beitrag zu den Aufgaben und der Arbeitsweise der Akademie ging auch Präsident Hatt auf den Entwurf des sogenannten Hochschulzukunftsgesetzes ein. In einem Gutachten habe die Akademie der Wissenschaften und der Künste zu einigen Punkten kritisch Stellung bezogen. Zu welchen, ließ auch er im Rahmen dieser festlichen Stunde unausgesprochen. Bezogen auf die wachsende Unruhe im Lande mahnte er zu Kompromissen auf dem Wege zur Verabschiedung des Gesetzes, die sich finden lassen müssten.
An diesem Abend – beim Neujahrsempfang – standen die Zeichen aber nicht auf Kontroverse, im Gegenteil die Luft war angefüllt von Komplimenten. Schulze lobte die Arbeit der Akademie in allen ihren Teilen und Präsident Hatt lobte das Land und bedankte sich für die finanzielle Unterstützung, ohne freilich zu vergessen, die eigenen Erfolge in der Forschungsarbeit herauszustellen – zu Recht! Und als positives Zeichen ist auch zu werten, dass das Junge Kolleg mit den Neuaufnahmen wieder seine „Sollstärke“ (so Hatt) von 30 Mitgliedern erreicht hat.

Nachdem die drei neuen Mitglieder des Jungen Kollegs sich vorgestellt und auch dem Fachfremden anschaulich und verständlich Einblick in ihren Werdegang und ihre Forschungsleistungen gegeben hatten, durften sich die Anwesenden an den Klängen des Neuen Kammerorchesters Düsseldorf der Robert-Schumann-Hochschule der Landeshauptstadt  unter der bewährten Leitung von Professor Gotthard Popp erfreuen. Es kamen Stücke aus Werken von Mozart, Mendelssohn-Bartholdy, Suk und Twardowski zur Aufführung.  Die Darbietungen des Orchesters begeisterten das Publikum ebenso wie auch die junge Sopranistin, Jana-Marie Gropp, die durch Stimme und Anmut die Herzen der Hörer gewann.

Bei einem Imbiss in Foyer endete der einnehmend gestaltete Abend in anregenden Gesprächen, ganz im Sinne der in den Festansprachen hoch gelobten offenen Kommunikation, wie sie an der Akademie gepflegt wird.

Der Neujahrsempfang der Nordrhein-westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste war wahrlich ein guter Start ins neue Jahr.

Winfried Holzapfel


Informationen

Die Neumitglieder des Jungen Kollegs sind:

Juniorprofessorin Dr.-Ing. Janina Fels (RWTH Aachen / FZ Jülich)
Dr. Eva-Maria Jung (WWU Münster)
Dr. Christoph Michels (RWTH Aachen)

Mehr über die Nordrhein-westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste finden Sie hier.
Dort auch die Stellungnahme der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und Künste zum Referentenentwurf des Hochschulzukunftsgesetzes.
Dort auch die ausführlichen Viten der Neumitglieder und mehr zum Jungen Kolleg.

Das Neue Kammerorchester Düsseldorf ist ein Ensemble der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf, in dem Studierende aus Bachelor- und Masterstudiengängen musizieren, die sich für das Konzertieren in einem Kammerorchester besonders interessieren und mit ihrer Leistung hervorheben.
Mehr über die Robert-Schumann-Hochschule finden Sie hier.


12.01.2013

NRW – Was wird aus dem Hochschulzukunftsgesetz? 

    Offener Streit bahnt sich an.



Bund Freiheit der Wissenschaft:
 

In Nordrhein-Westfalen bahnt sich ein ernsthafter Konflikt zwischen dem SPD-geführten Wissenschaftsministerium auf der einen und Wissenschaftlern auf der anderen Seite an.
Worum geht es?

Svenja Schulze, die Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes NRW, hat ein neues Hochschulgesetz auf den Weg gebracht, das sogenannte „Hochschulzukunftsgesetz“, das das Hochschulfreiheitsgesetz aus dem Jahre 2007 ablösen soll, das unter der damaligen schwarz-gelben Regierung vom Parlament verabschiedet worden war.
Der Präsident des Deutschen Hochschulverbandes (DHV), Professor Dr. Bernhard Kempen, hatte das Hochschulfreiheitsgesetz in einem Interview mit „freiheit der wissenschaft“ grundsätzlich als einen Schritt in die richtige Richtung  bezeichnet (nachzulesen in fdw Nr. 4 Dezember 2006, S.13 f.). Allerdings hält der DHV das jetzt geplante Hochschulzukunftsgesetz nicht für einen weiteren Schritt in eine bessere Zukunft, sondern für so rückschrittlich, dass er die Ministerin sogar auffordert, das neue Gesetz zurückzuziehen. Es sei „nicht zukunftsorientiert, sondern rückwärtsgewandt“, schreibt der DHV - Landesvorsitzende von NRW, Professor Dr. Wolfgang Löwer, in einem offenen Brief an die Ministerin, der von 800 Wissenschaftlern unterstützt wird.

Lesen Sie hier die Pressemitteilung des DHV, die Sie auch zum offenen Brief an die Ministerin führt.

Eine Orientierung in der Sache bietet die Website des Wissenschaftsministeriums, auf der auch ein brieflicher Meinungsaustausch zwischen dem HRK-Präsidenten, Professor Dr. Horst Hipler, und Ministerin Schulze von Ende letzten Jahres festgehalten ist. Die Dokumente finden Sie
hier.

Information zum „Hochschulfreiheitsgesetz“:

Am 25. Oktober 2006 hat der Düsseldorfer Landtag das Hochschulfreiheitsgesetz verabschiedet. Am 1. Januar 2007 ist es in Kraft getreten.

Die Druck-Ausgabe Nr.4 Dezember 2006 von „freiheit der wissenschaft“, in der der DHV-Vorsitzende Prof. Dr. Kempen zu dem Gesetz Stellung genommen hat, finden Sie auf dieser Website, wenn Sie am oberen Rand „direkt zur aktuellen fdw“ anklicken.  (Der Druck der fdw wurde bekanntermaßen 2009 eingestellt.)

 


23.12.2013

Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr!



Bund Freiheit der Wissenschaft:
 

In diesen Tagen erhalten unsere Mitglieder den Dezember-Rundbrief, in dem wir allen Mitgliedern und Freunden des Bundes Freiheit der Wissenschaft ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein gutes Jahr 2014 wünschen.
Dies wünschen wir auch allen regelmäßigen und allen zufälligen Besuchern unserer Website.
Wer den Mitglieder-Rundbrief (u.a. mit Informationen und Reflexionen über Hochschule und Schulen) einsehen möchte, kann dies hier tun.

Neue Nachrichten gibt es wieder im neuen Jahr.


16.12.2013

Kritik an NRW-Schulpolitik:

        Mülheimer Aufruf: „So darf es nicht weiter gehen!“  



Bund Freiheit der Wissenschaft:
 

Am 13. und 14. November dieses Jahres fand in der katholischen Akademie „Die Wolfsburg“ der 45. Mülheimer Kongress des Verbandes lehrernrw (vormals Realschullehrerverband NRW, jetzt Verband für den Sekundarbereich) statt.

In Vorträgen und Diskussionen setzten sich die Mitglieder des Verbandes dort auf ihrer traditionellen Jahrestagung mit dem Thema: „Bildung ohne Pädagogen? Die Lehrkraft zwischen pädagogischer Freiheit und Einpassung“ auseinander. Die Vortragenden unterzogen vor allem den Begriff der „Kompetenz“ als Unterrichts- und Erziehungsziel einer kritischen Überprüfung. Professor Christoph Türcke, Leipzig, sprach über die „gedankenlose Inflation des Begriffs“ , was Lehrerpräsident Josef Kraus in seinem Vortrag mit dem Thema „Inhalte statt hohler Kompetenzen!“ veranschaulichte, indem er über 30 verschiedene Kompetenzen, die es zu erwerben gelte, aufzählte - bis hin zur von ihm ironischerweise als Zusatzkompetenz angeführten „Inkompetenzkompensationskompetenz“.

Prof. Dr. Peter Brenner, München, zeigte wie populäre Vorstellungen ( „von Professor Unrat bis zum faulen Sack“) Einfluss auf die Bildungspolitik nehmen. Prof. Dr. Jochen Krautz, Wuppertal, und Dr. Matthias Burchardt, Köln, analysierten in aller Schärfe den Kulturabbau im Bildungswesen und die „Ideologie der Selbststeuerung“. Zusammen mit der Vorsitzenden des Verbandes „lehrernrw“, Brigitte Balbach, sind Krautz und Burchardt die Initiatoren des Mülheimer Aufrufs, den die Teilnehmer der Veranstaltung mit breiter Mehrheit verabschiedeten.

Brigitte Balbach hatte in ihrer Begrüßungsrede ein wahrlich bedrückendes Bild von Zuständen in NRW gezeichnet, wo eine „Transformation der bewährten Bildungskultur“ stattfinde und Widersprüche und Sorgen, die mit den Neuerungen einhergingen,  mit administrativen Mitteln unterdrückt würden und besorgte Pädagogen sich eingeschüchtert fühlten, was zu „inneren Kündigungen“ führe. Brigitte Balbach zufolge bedarf es der äußeren Differenzierung als Mittel der individuellen Förderung. Es gehe in der Pädagogik um die „Selbstwerdung des Menschen“, „Charakterbildung“, „Leistungsbereitschaft- und –willigkeit“ und ausreichendes Fachwissen. Bei den zentralen Prüfungen gebe es aber einen Abbau von Qualität. Um das Ziel des mündigen Bürgers zu erreichen, bedürfe es daher der „Bündnisse für eine zukunftsfähige Bildung“.

Am Ende des Kongresses wurde von den Teilnehmern der nach dem Tagungsort benannte Mülheimer Aufruf verabschiedet, in dem eine Abkehr von gefährlichen Entwicklungen im Schulwesen gefordert wird. Zugleich formulieren die Autoren einen Gegenentwurf.
Wer diesen Aufruf lesen, sich damit auseinandersetzen  und eventuell unterstützen will, findet dazu die Möglichkeit auf der Website von „lehrernrw“:
http://www.lehrernrw.de/aktuell


26.11.2013

 Scherz, Satire, Ironie und bittere Wahrheiten


Bund Freiheit der Wissenschaft: 


Wer sich der Bildungsdiskussion einmal auf andere Weise als durch wissenschaftliche Fachliteratur und die Lektüre von Gesetzen und Erlassen sowie politischen Programmen nähern möchte, der sollte zu Bernd Franzingers „No auf Bildungsreise“ greifen. Der Krimiautor schildert die Reise zweier Außerirdischer auf die Erde, wo es zur Nachtzeit auf einer Waldlichtung zu einem Gespräch der beiden mit Gero, einem ehemaligen Sportlehrer kommt, der einige Jahre an einer Integrierten Gesamtschule unterrichtet hat und jetzt Mitarbeiter am IPIZ (dem „innovationspädagogischen Indoktrinationszentrum“) ist und deshalb von den Außerirdischen als Fachmann behandelt wird. In den Waldszenen erinnert der Roman in Grundzügen an die Pädagogischen Vorlesungen Nietzsches in Basel, der ja auch ein Gespräch über Bildung nachts im Wald fingiert und darin seinen Unmut über die damaligen Verfallserscheinungen ausdrückt, seinen Missmut über eine „Pädagogik der breiten Hände“, aber auch über die Ausbreitung eines anstrengungsfreien Wissenserwerbs.

Als Franzingers Fantasie-Roman schon fast beendet zu sein schein, nimmt er nochmals gewaltig Fahrt auf: Die beiden Außerirdischen vom Planeten Nostalgia zwingen Gero, von einer Beobachtung in Leben und Unterricht einer Gesamtschule, in die sie ihn hineinbeamen, zu berichten. Man erkennt hier die haarsträubenden Diskrepanzen zwischen Werbung und Wirklichkeit. Ein Fortbilder, von dem man eine Unterrichtsstunde erleben kann, trägt bezeichnenderweise den Doppelnamen Peter Schaum-Schläger.

Bisweilen kann man hellauf lachen, bisweilen bleibt einem das Lachen im Halse stecken. Auch die Außerirdischen, die die Verrenkungen der Fortschrittspädagogik und ihre Verlogenheit vorführen, sind nicht immer nur erstaunt oder belustigt über das, was sich in der schönen Welt der Gesamtschule abspielt, sondern ehrlich empört. Diese Empörung teilt sich auch dem Leser mit, und am Ende möchte er ob dieses geballten Un- und Wahnsinns, der eben doch Methode hat, dem pädagogischen Irrsinn, in dem sich schon so viele mit einem gewissen Maß an Resignation und Zynismus eingerichtet haben, entgegentreten.

Im Laufe der Lektüre wachsen dem Leser die beiden Außerirdischen ans Herz, besonders der kleine NO, der wie ein Bienchen oder eine Birne Gero umschwirrt, in vielen Farben blinkt und nach unterschiedlichen Gerüchen duftet, ganz neugierig ist und immer kluge Sprüche ablässt. Eingangs möchte er wiederholt erfahren, was pupsen ist, und bringt Gero schließlich dazu, es ihm vorzuführen. Ironischerweise erfährt man gegen Ende des Buches, dass ein neues initiatives Programm, das Peter Schaum-Schläger vorstellt, abgekürzt PUPS heißt („PUPS steht für-Professionelle-Unterrichts-Perfektionierungs-Strategie“).
Leider sind die „außerirdischen Anmerkungen zum deutschen Schulsystem“, besonders im Vergleich von Pädagogensprech und Wirklichkeit, aus der Erfahrung gewonnen.  

Das Buch ist ein Vergnügen - die Wahrheit ist bitter.

    Winfried Holzapfel

 



Bernd Franzinger
Foto: Wikipedia




Bernd Franzinger,

NO auf Bildungsreise
Kaiserslautern, 2013,
185 S., Preis 17,99 Euro, ISBN 978-3-9815857-0-4

Das Buch ist erschienen im Ravis-Verlag bzw. Gmeiner-Verlag, in dem auch Peter Franzingers Tannenberg-Krimiserie erscheint.

Dr. phil. Bernhard Franzinger hat Pädagogik, Soziologie, Philosophie sowie Psychologie studiert und in Erziehungswissenschaft promoviert.

21.11.2013

Über Iserloh, Schubert und Schelsky – Neue Rezensionen  



Bund Freiheit der Wissenschaft:
 

In der mit Ende des Jahres 2009 eingestellten Druckausgabe von „freiheit der wissenschaft“, dem Verbandsorgan des Bundes Freiheit der Wissenschaft, fand sich im letzten Teil regelmäßig die Rubrik „Bücherrevue“, in der Buchbesprechungen aus unterschiedlichen Themenfeldern gedruckt wurden.

Wir wollen diese Tradition hier wieder aufnehmen, um unseren Mitgliedern und Freunden Gelegenheit zu geben, auf Publikationen aufmerksam zu machen, die ihnen lesenswert erscheinen. Wir nehmen gern Zusendungen an; denn wir wissen, daß auf der anderen Seite Interesse an diesen Hinweisen oder Empfehlungen besteht.

 

Sie finden unter heutigem Datum folgende Rezensionen:

Willi Eisele über:

Uwe Wolff,
Iserloh – Der Thesenanschlag fand nicht statt
Hrsg. von Barbara Hallensleben in den Studia Oecumenica Friburgensia, Bd. 61 (2013),
Fribourg/Basel, Friedrich Reinhardt-Verlag, 2013, geb., 288 S., 25,00 €,
ISBN 978-3-7245-1956-0                                                                
hier.

Willi Eisele über:

Friedrich Hermann Schubert,
Ludwig Camerarius (1573-1651) – eine Biographie,
einbezogen: Die pfälzische Exilregierung im Dreißigjährigen Krieg – ein Beitrag zur Geschichte des politischen Protestantismus sowie Untersuchungen zu Leben und Werk des Autors,
hg. von Anton Schindling, Münster, Aschendorff, 2. Aufl., 2013, geb., VII-XV, 773 S.,
Orts- und Namensregister, Abb. S. 457-489 und S. 759-771, 89,00 €,
ISBN 978-3-402-13018-6                                                                 
hier.                                                                                 
       

Till Kinzel über:

Helmut Schelsky - der politische Anti-Soziologe: eine Neurezeption
hrsg. von Alexander Gallus - Göttingen
Wallstein-Verlag, 2013. - 243 S.
ISBN 978-3-8353-1297-5, 24,90 €                                                     
hier.                                                                                                                     

 



11.09.2013

Neue Impulse für ein differenziertes Bildungswesen  



Bund Freiheit der Wissenschaft:
 

Die Initiative für ein differenziertes Schulwesen trat am Samstag, dem 7. September 2013, erstmals in der Öffentlichkeit auf.

Bei der Veranstaltung im Hansa-Haus in München war auch Oberstudiendirektor i. R. Willi Eisele, Vorstandsmitglied des Bundes Freiheit der Wissenschaft, zugegen.

Der BFW unterstützt die Initiative, weil er sich dadurch neue Impulse für ein differenziertes, leistungsfähiges und humanes  Schulwesen erhofft.

Den Bericht von Willi Eisele finden Sie hier.

Resonanz fand die Veranstaltung auch auf der Website des bayerischen Kultusministeriums.


03.09.2013

 „Helikopter-Eltern“ – gegen eine „Pädagogik der totalen Einmischung“


Bund Freiheit der Wissenschaft: 

Anfang September 2013 ist im Rowohlt-Verlag ein neues Buch von Josef Kraus erschienen. Es trägt den Titel: „Helikopter-Eltern. Schluss mit Förderwahn und Verwöhnung“.

Den Begriff „Helikopter-Eltern“ umschreibt der Klappentext folgendermaßen: „Helikopter-Eltern, die die totale Lufthoheit über das Kind an sich reißen und zwanghaft alles um es herum steuern, wollen ihre Kleinen zu einem Gesamtkunstwerk formen“.

Josef Kraus selbst drückt im Vorwort sein Anliegen so aus: „Das Anliegen meines Buches ist es somit, den Eltern zu helfen, über ihr Oszillieren zwischen erzieherischer Allmachtsvision und Ohnmachtspanik, zwischen sinnvoller Kindorientierung und unreflektierter Kindversessenheit, zwischen Dressur und Verwöhnung, zwischen natürlicher Schutzhaltung und Überbehütung, zwischen liebevoller Zuwendung und Gängelung einmal nachzudenken und sie zu mehr Bodenständigkeit, Spontaneität und Intuition in der Erziehung zu verführen. Oder ganz konkret: Eltern die Angst vor dem Erziehen zu nehmen und erkennen zu helfen, dass das richtige Maß entscheidend ist. Die Helikopter-Eltern meinen es besonders gut, das zeichnet sie aus. Aber das besonders Gute ist oft der Feind des Guten.“

Einzelne Kapitel tragen Überschriften wie: „Förderwahn ohne Maß und Ziel“, Verwöhnung und Verschonung“, „Psychologie und Folgen der Helikopter-Pädagogik“.

Am Ende des 221 Seiten umfassenden Werkes plädiert der Autor für eine „Erziehung mit Leichtigkeit und Humor“.

Erste Rezensionen und weitere Hinweise zu diesem Buch kann man auf der Website des Deutschen Lehrerverbandes einsehen: www.lehrerverband.de .

Meine Empfehlung: Selber lesen!

Dr. Winfried Holzapfel, Vorsitzender des BFW

Josef Kraus: Helikopter-Eltern. Schluss mit Förderwahn und Verwöhnung, Hamburg 2013, ISBN 978 3 498 03409 2, 18,95 € (Kindle Edition 16,99 €)

 



Helikoptereltern
Schluss mit Förderwahn und Verwöhnung
von Josef Kraus

 



16.08.2013

„Bildung durch Wissenschaft – wie ist das zu verstehen?“    



Bund Freiheit der Wissenschaft:
 

In diesen Tagen wird die Broschüre mit den Vorträgen des 38. Bildungspolitischen Forums des Bundes Freiheit der Wissenschaft (BFW), das am 17. November 2012 in Köln stattfand, an die Mitglieder, Freunde und Förderer des Bundes Freiheit der Wissenschaft verschickt.

Gegen eine Schutzgebühr von 7, 50 Euro können auch andere Interessierte die Broschüre beim Bund Freiheit der Wissenschaft in Hamburg bestellen (Kontakt s.u.).

Teilnehmern der Tagung wird sie kostenfrei zugestellt.

Wer nur an einzelnen Vorträgen interessiert ist, kann die Vorträge auf dieser Website einsehen, herunterladen und gegebenenfalls weiterschicken.

Die Broschüre trägt den gleichen Titel wie das Forum:

„Bildung durch Wissenschaft – wie ist das zu verstehen? Die Idee der Universität in ihrer Geschichte“.

Folgende Vorträge stehen auf dieser Website als PDF zur Verfügung:

Winfried Holzapfel: Begrüßung und Einführung hier.

Ludger Honnefelder: Albertus Magnus und der Ursprung der Universitätsidee hier.

Edith Düsing: Mein Ich „ein Stück Lava im Monde“? – Fichtes Kritik des Naturalismus als Rettung humanistisch freier Persönlichkeitsbildung hier.

Johannes Schwanke: Die Universitätsidee des John Henry Newman – eine Vergegenwärtigung hier.

Heinz Elmar Tenorth: Das Studium der Massen – Wie geschieht Bildung heute?hier.

Den Nachdruck des Manifests des BFW zur Situation der deutschen Hochschulen im Jahre 2012 finden Siehier.

 

Briefpost: Bund Freiheit der Wissenschaft e.V., Postfach 50 01 20, 22701 Hamburg
Telefon: 040/60081356
Telefax:
040/65914792
E-Mail: bund.freiheit.wissenschaft@t-online.de

 

Weitere Kontaktmöglichkeiten siehe auf dieser Website in der Rubrik „Kontakt“.




20.07.2013

Qualitätspakt Lehre - Geballte Ladung guter Wille        



Bund Freiheit der Wissenschaft:
 

Am 4. und 5. Juli 2013 fand im Maritim - Hotel pro Arte in Berlin die erste Programmkonferenz des Qualitätspakts Lehre statt. Um die Projektteilnahme konnten sich alle Hochschulen (Universitäten, Fachhochschulen, Kunst- und Musikhochschulen) bewerben. Aufgrund einer Juryentscheidung wurden 78 Universitäten, 78 Fachhochschulen und 30 Kunst- und Musikhochschulen in die Förderung aufgenommen, so dass insgesamt 186 Hochschulen finanzielle Unterstützung für ihre Projekte zur Verbesserung der Lehre erhalten konnten.

„Damit erreicht der Qualitätspakt Lehre drei Viertel aller 240 staatlichen Hochschulen. Vertreten sind große Volluniversitäten ebenso wie regional orientierte Fachhochschulen“, wie Staatssekretär Thoma Rachel in seiner Begrüßungsrede feststellen konnte.

Der Qualitätspakt Lehre, in der ablaufenden Legislaturperiode ins Leben gerufen, wird aus Bundesmitteln finanziert. Er läuft unter der Regie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) bis zum Jahre 2017 und kann verlängert werden. Projektträger ist das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).

Die Berliner Tagung diente der Vorstellung vieler einzelner Förderprojekte, einer ersten Bestandsaufnahme und nicht zuletzt dem Erfahrungsaustausch der Beteiligten. Es hatten sich nahezu 600 Teilnehmer eingefunden.

Sie waren sich einig, dass mit dem Qualitätspakt Lehre ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Lehre an Deutschlands Hochschulen eingeleitet worden ist. In den einzelnen Hochschulen würden sich schon jetzt kleine Erfolge zeigen, und so sei es sinnvoll und folgerichtig, sowohl den Pakt als auch die Anstrengungen fortzusetzen, damit der Qualitätspakt Lehre zu nachhaltigen und sichtbaren Erfolgen in der Lehre führe.

In seiner Begrüßungsrede stellte Staatssekretär Thomas Rachel vom BMBF die Intentionen des Qualitätspakts Lehre und seine Besonderheiten umfassend dar. Er bezeichnete ihn als einen „Meilenstein“ in der Hochschulentwicklung. Die Rede von Staatssekretär Thomas Rachel finden Sie hier.

Für den Bund Freiheit der Wissenschaft war BFW-Vorsitzender Dr. Winfried Holzapfel der Einladung des BMBF gefolgt. Seinen Tagungsbericht finden Sie hier.

Einen Kommentar mit der Überschrift: „Warum muss jedem geholfen werden?“ finden Sie hier.

Informationen zum Qualitätspakt Lehre finden Sie auf den Internetseiten des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), der Prognos AG, Berlin, der Hochschulrektorenkonferenz (unter: www.hrk-nexus.de) und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).

Eine übersichtliche Darstellung finden Sie hier.


13.07.2013

 Blickpunkt Schule – Brennpunkt Lehrer


Bund Freiheit der Wissenschaft: 


Wozu ist die Schule da? Was sollen Lehrer können?
Diese Fragen erwecken große öffentliche Aufmerksamkeit.

In "Katholische Bildung", dem Verbandsorgan des Vereins katholischer deutscher Lehrerinnen e.V. (VkdL), Heft 7/8 2013, S. 289 – 298,
äußert sich der Vorsitzende des Bundes Freiheit der Wissenschaft in einem Aufsatz mit dem Titel: „Blickpunkt Schule – Brennpunkt Lehrer“ zu diesen Fragen.

Den Artikel finden Sie hier.

 



Dr. Winfried Holzapfel ist einer der Vorsitzenden des BFW.

 




28.06.2013

„Aufgeblättert“ – Rezensionen und Neuerscheinungen        


Bund Freiheit der Wissenschaft:
 

Im Verbandsorgan „freiheit der wissenschaft“  gab es jahrelang eine Rubrik mit der Überschrift: „Aufgeblättert“, die später in „Bücherrevue“ umbenannt wurde.

Diese Form einer Mischung von Information, kritischer Auseinandersetzung und Empfehlung  soll jetzt auf dieser Internetseite wieder aufgenommen werden.

Hinweise und Zusendungen in digitaler Fassung nehmen wir gern entgegen (Veröffentlichung vorbehalten).

Winfried Holzapfel
Vorsitzender des Bundes Freiheit der Wissenschaft

Rezensionen:

Whaley, Joachim,
Germany and the Holy Roman Empire,
vol. I: Maximilian I to the Peace of Westphalia (1493 – 1648), geb., 2 Kt., 722 S.,
vol. II: The Peace of Westphalia to the Dissolution of the Reich (1648 – 1806), geb.,
747 S.
Oxford University Press, inc., Oxford, 2012,
ISBN 978-019-873101-6 (vol. I), 978-019-969307-8 (vol. II),
Preis (lt. Angebot, bd. Bde.) 155,90 €
Eine Rezension von Willi Eisele finden Sie  hier.


Friedrich Hermann Schubert,
Ludwig Camerarius (1573-1651) – eine Biographie,
einbezogen: Die pfälzische Exilregierung im Dreißigjährigen Krieg – ein Beitrag zur Geschichte des politischen Protestantismus sowie Untersuchungen zu Leben und Werk des Autors, hrsg. von Anton Schindling, Münster, Aschendorff,
2. Aufl., 2013, geb., VII-XV, 773 S., Orts- und Namensregister, Abb. S. 457-489 und
S. 759-771, ISBN 978-3-402-13018-6; Preis: 89,00 €,
Eine Rezension von Willi Eisele finden Sie hier.



Neuerscheinung:
 
Jochen Krautz/Jost Schieren (Hrsg.):
Persönlichkeit und Beziehung als Grundlage der Pädagogik.
Beiträge zur Pädagogik der Person
Weinheim, Basel (Beltz Juventa) 2013, ISBN-13: 978-3779928515; 39,95 €
Eine Kurzbeschreibung finden Sie hier.



13.05.2013

Folgen und Chancen des demographischen Wandels


Bund Freiheit der Wissenschaft:
 

Es schien Konsens unter den Bildungspolitikern zu sein, dass die durch den demographischen Wandel frei werdenden Ressourcen „im System“ verbleiben sollten. Inzwischen scheint es so zu sein, dass weder die Ressourcen im „im System verbleiben“ noch das System selber verbleibt.

Der demographische Wandel und seine Auswirkungen auf das Bildungssystem war am 8. Mai 2013 Thema einer Fachtagung der Hanns-Seidel-Stiftung in Kooperation mit dem Deutschen Lehrerverband (DL) und der Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Lehrerverbände (abl) in München.

Lesen Sie dazu hier eine Presserklärung des Deutschen Lehrerverbandes.

 

Auf der Website des Deutschen Lehrerverbandes finden Sie zu einem ähnlichen Thema den Nachdruck eines Artikels von Josef Kraus aus der Tagespost vom 6. Mai 2013 mit der Überschrift: „Dem Gymnasium droht heimliche Abschaffung“. Den Artikel finden Sie unter:  www.lehrerverband.de/ 


22.04.2013

 Fachtagung „Bildung und Demographie“ in München

Bund Freiheit der Wissenschaft: 

Der demographische Wandel ist die wohl meistdiskutierte gesellschaftliche Veränderung in Deutschland. In ihm wirken Geburtenzahlen unterhalb des Generationenersatzes und kontinuierlich steigende Lebenserwartung zusammen und lassen die Bevölkerung schrumpfen und altern. Wir werden weniger und älter!

Dieses Phänomen hat auf den Bildungsbereich signifikante Auswirkungen: sinkende Schülerzahlen und fehlende Bewerber auf Ausbildungsstellen, Frage des Erhalts der Schulstandorte, Bewerbermangel von Lehrkräften bestimmter Fachrichtungen etc.

Unter der Überschrift „Bildung und Demographie“ nimmt sich die Fachtagung der Hanns-Seidel-Stiftung in Kooperation mit dem Deutschen Lehrerverband und der Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Lehrerverbände (abl) dieser Themen an.

Interessenten sind herzlich willkommen. In der Einladung heißt es:

„Die Gestaltung des demographischen Wandels ist eine der großen Zukunftsaufgaben Deutschlands. Wir laden Sie herzlich ein, mit uns über die demographischen Herausforderungen und Perspektiven im Bildungsbereich zu diskutieren.“

Tagungsprogramm und Anfahrtsbeschreibung finden Sie hier.

 



Josef Kraus - Präsident des Deutschen Lehrerverbandes

 



15.04.2013

 Die Länder müssen das Ihre tun. - Der Bund gibt 2,2 Milliarden zusätzlich

Bund Freiheit der Wissenschaft: 

Mittel des Hochschulpakts aufgestockt

Bund und Länder haben beschlossen, angesichts der sprunghaft steigenden Studentenzahlen die Mittel des Hochschulpaktes erheblich aufzustocken. Der Bund hat seine Mittel, die nach einem bestimmten Verteilungsmodus den Ländern zukommen sollen, um weitere 2,2 Milliarden Euro erhöht. Damit ist eingetreten, was Staatssekretär Rachel im Gespräch mit den Vertretern des Bundes Freiheit der Wissenschaft schon als Absicht des Bundes angesprochen hatte (siehe unsere Meldung vom 2. April). Die Länder, die sich anteilig beteiligen wollen, sind nun in der Pflicht, die entsprechenden Mittel ihrerseits bereit zu stellen und sie erkennbar im Haushalt auszuweisen. Die Opposition in den Landtagen sollte prüfen, ob das vom Bund zur Verfügung gestellte Geld zweckgebunden Verwendung findet und vereinbarungsgemäß durch Landesmittel ergänzt wird.

„Der Bund hat in diesem Fall das Seine getan“, sagte der Vorsitzende des Bundes Freiheit der Wissenschaft, Dr. Winfried Holzapfel: „Nun müssen die Länder das Ihre tun“.

Holzapfel begrüßte auch die Bereitstellung zusätzlicher 1,6 Milliarden Euro bis zum Jahre 2015 vom Bund für Programmpauschalen für von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Projekte.

Die Verlautbarung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung finden Sie hier.

 


Thomas Rachel

 Foto: Bundestag




02.04.2013

BFW im BMBF: Einig in der Unterstützung der Hochschulen

Am Mittwoch, dem 20. März 2013, folgte der BFW einer Einladung zu einem Gespräch mit dem Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Thomas Rachel. Auslöser der Einladung war das Manifest zur Situation der Hochschulen in Deutschland, das der BFW Ende letzten Jahres verfasst und an alle Wissenschaftsministerien der Länder sowie das BMBF versandt hatte.

Seitens des BFW nahmen die drei Vorsitzenden und als Mitglied des Arbeitskreises, der das Manifest ausgearbeitet hatte, Professor Dr. Hubert Braun teil, der Zeit seines Berufslebens in außerordentlicher Weise in zahlreichen Gremien mit Hochschulpolitik befasst war.

 

Im Gespräch zeigte sich Staatssekretär Rachel über die Anliegen des BFW sehr gut informiert. Einigkeit bestand schnell darin, dass die Hochschulen den Kern des Wissenschaftslebens in Deutschland ausmachen und im Zentrum auch finanzieller Förderung stehen müssten. 

 

Der Bologna-Prozess zeigt, nach Auffassung von Rachel, Licht und Schatten. Veränderungen seien durchaus angebracht. Die Mitglieder des BFW machten deutlich, dass eine seriöse und unparteiische Evaluation der Entwicklungen angezeigt sei. Dass die Hochschulrektorenkonferenz durch ein von ihr bestelltes Gremium eine Überprüfung durchführt, wurde mit Interesse, aber auch mit einer gewissen Skepsis zur Kenntnis genommen, da ja gerade die HRK den Bologna-Prozess kräftig gefördert habe.

 

Neben diesen Aspekten kamen auch einzelne Punkte zur Sprache, wie z. B. die zunehmende Zahl der Studierenden, die zunehmende Zahl von Studiengängen, die Unübersichtlichkeit in Angebot und Niveau mit sich brächten, die Problematik des Studienortswechsels innerhalb Deutschlands.

Den Mitgliedern des BFW war es auch ein Anliegen, auf die Qualität der Studiengänge und Universitätsabschlüsse hinzuweisen.

 

Allen Gesprächsteilnehmern war klar, dass der Bund aus verfassungsrechtlichen Gründen nur begrenzte Möglichkeiten der Einwirkung auf die Hochschulentwicklung hat. Bei Absprachen zwischen Bund und Ländern, die finanzieller Art sind, sollten sich alle an die Absprachen halten, nicht nur der Bund, und damit ihren Teil zum Erfolg bei der Stützung und Förderung der Wissenschaftsstandortes Deutschland beitragen.

 

                                                                                                                             Winfried Holzapfel

 


Vor dem Bundesministerium für Bildung und Forschung Hannoversche Str. 28-30 in Berlin: Dr. Reiner Schmitz, Dr. Winfried Holzapfel, Prof. Dr. Kurt Reinschke, Prof. Dr. Hubert Braun (von links)




13.02.2013

Muttersprache und Internationalität in der Wissenschaft 


Bund Freiheit der Wissenschaft:
 

Der Arbeitskreis Deutsch als Wissenschaftssprache e. V. (ADAWiS) und die Freie Universität Berlin (FUB) luden zur Podiumsdiskussion mit dem Thema:
 
„Die Sprache von Forschung und Lehre: Welche – Wo, für Wen?“
 
Die Veranstaltung fand am Abend des 29. Januar 2013 im Einstein-Saal der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften am Gendarmenmarkt in Berlin statt.
An der Veranstaltung, die mit einem Stehempfang ausklang, nahm auch der Vorsitzende des Bundes Freiheit der Wissenschaft, Professor Dr. Kurt Reinschke, teil.
 
Seinen Bericht finden Sie hier.


03.01.2013

Kampf den bornierten Schulflüsterern und ignoranten Politikern !


Bund Freiheit der Wissenschaft:
 

Frisch auf ins neue Jahr – mit zwei längeren Beiträgen, die im Jahre 2012 verfaßt worden sind, aber nicht so ohne weiteres dem Vergessen anheim fallen sollten.

Im März 2012 erschien in ZEIT.online ein Artikel des ehemaligen Bundesarbeitsministers Norbert Blüm über Schule und Familie.

Im Dezember 2012 erschien ein Artikel von Josef Kraus, dem Präsidenten des Deutschen Lehrerverbandes, zur Umtriebigkeit der Bertelsmann-Stiftung.

Wir führen Sie gern auf die entsprechenden Webseiten.

Den Artikel von Norbert Blüm finden Sie hier

Den Artikel von Josef Kraus finden Sie hier:

*

Im Juni 2012 sprach in Düsseldorf auf Einladung des BFW der Kölner Bildungsphilosoph Matthias Burchardt zum Thema: "Schöne neue Welt: Bildung, Kultur und Demokratie im Griff der Bertelsmann-Stiftung".

Aufgrund des anhaltenden Interesses an dem Vortrag bringen wir den Text in der vom Autor für die Vierteljahresschrift für wissenschaftliche Pädagogik aufbereiteten Fassung hier.

*

Hier ist das letzte Wort noch nicht gesprochen

 

Ende September 2012 erschien das Manifest des Bundes Freiheit der Wissenschaft zur Situation der deutschen Hochschulen im Jahr 2012, das wir in persönlichen Anschreiben den Wissenschaftsministern der Länder und des Bundes zugänglich machten. Eine ausführliche Antwort erhielten wir vom bayerischen Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Dr. Wolfgang Heubisch. Alle anderen Adressaten im politischen Raum haben unser Manifest ignoriert.

Wissenschaftsorganisationen wie z.B. der Deutsche Hochschulverband und die Gesellschaft für Bildung und Wissen haben unsere Thesen aber in ihrer Mitgliedschaft verbreitet und im großen ganzen zustimmend kommentiert.

 

Die einträchtige Ignoranz der verantwortlichen Politiker ist skandalös. Sie schadet der demokratischen Kultur und straft alles Reden von „Dialogbereitschaft“ und „Bürgernähe“ Lügen.

                                                                                                      Winfried Holzapfel

 

 

Das Manifest des BFW zur Situation der deutschen Hochschulen im Jahre 2012 finden Sie hier

 


20.12.2012

Beste Wünsche zu Weihnachten und Neujahr

Bund Freiheit der Wissenschaft: 

Wir wünschen unseren Mitgliedern, Freunden und Förderern sowie allen anderen, die an unserer Arbeit interessiert sind, und auch den zufälligen Besuchern unserer Website ein besinnliches Weihnachtsfest und ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2013.


Der Vorstand

 

26.11.2012

Wider Utilitarismus und Determinismus ! - Freiheit gehört zum Studium.          


Bund Freiheit der Wissenschaft:
 

Beim gut besuchten 38. Bildungspolitischen Forum des BFW in Köln hörten die Teilnehmer sehr unterschiedliche Vorträge zum Rahmenthema „Bildung durch Wissenschaft – Wie ist das zu verstehen? Die Idee der Universität in ihrer Geschichte“.

Im ersten Vortrag zeichnete Ludger Honnefelder ein umfassendes Bild von der Entstehung der Institution Universität im Mittelalter, was auch Fernwirkungen bis heute hat. Diese betreffen sowohl die Bildung des Einzelnen als auch das Zusammenwirken und Aufeinandereinwirken weltanschaulicher, gesellschaftlicher und politischer Strömungen sowie aktuelle Positionierungen in Deutschland und global.

Edith Düsing führte bereits mit dem Einleitungssatz auch die personale und emotionale Seite der Geschichte der Persönlichkeitsbildung durch Wissenschaft ein. Sie setzte sich vor allem mit dem Determinismus auseinander und setzte diesem den emphatischen (und fast heroischen) Freiheitsbegriff und –willen Fichtes entgegen. Dieser Freiheitsenthusiasmus trägt appellativen Charakter und speist sich aus dem Freiheitswillen des Ich.

Nach der Mittagspause führte der Rückgriff auf John Henry Newman und  die Universität Oxford, in deren gepflegtes Ambiente und Einrichtungen der Vortragende, Johannes Schwanke, mit Lichtbildern Einblick gab, zu Begriffen und Methoden, die auch in der  gegenwärtige Diskussion in Deutschland eine Rolle spielen (Betreuungskultur) oder doch spielen sollten (Elite, die Rolle der Theologie als Wissenschaft innerhalb der Universität).

Heinz Elmar Tenorth unterstrich mit vielen Zahlen und Statistiken, dass viele Probleme und Fragestellungen der heutigen Zeit sich in ähnlicher Form seit den letzten 200 Jahren immer wieder gestellt haben. Immer sei eine zu große Zahl von Studenten beklagt worden, selbst als die Prozentzahl weit unter der heutigen war. Und ebenfalls sei über das Leistungsvermögen der Studenten Klage geführt worden. Die Ursachen der Klagen könnten behoben werden durch eine höhere finanzielle Ausstattung der Hochschulen. Daneben müsste viel Wert auf eine Verbesserung der Lehre gelegt werden.

In der Diskussion kamen unter reger Beteiligung des Plenums viele Aspekte des Themas zur Sprache, darunter Beispiele zum Thema „Masse“, Leistungsvermögen der Studierenden“, „Allgemeinbildung“, Sinn des Studiums“, „Studienstruktur“, „Arbeitsbelastung und Lehrverpflichtung“, „Bürokratie“ und vieles mehr. Alle Beteiligten waren sich einig, dass der Zweck des Studiums nicht der bloße Nutzen und die Verwertbarkeit der Ausbildung sein kann, sondern dass gute Ausbildung für bestimmte Berufe von der tradierten Idee der Universität, dem Gedanken einer Bildung in Freiheit und Verantwortung, durchwirkt sein muss.

                                                                                                                 Winfried Holzapfel

Die Vorträge sollen im kommenden Frühjahr in einer Tagungsbroschüre veröffentlicht werden.


20.10.2012

Tagung in Köln            


Bund Freiheit der Wissenschaft:
 

Wir möchten alle, die an unserem Forum in Köln teilnehmen wollen, bitten zu beachten, daß in diesem Jahr der letzte Anmeldetermin relativ zeitig vor der Veranstaltung liegt.

Das 38. Bildungspolitische Forum des Bundes Freiheit der Wissenschaft mit dem Thema: „Bildung durch Wissenschaft – Wie ist das zu verstehen? Die Idee der Universität in ihrer Geschichte“ findet am Samstag, dem 17. November 2012, in Köln statt.

 

Aus organisatorischen Gründen erbitten wir Ihre Anmeldungen diesmal schon bis zum 31. Oktober 2012.

 

Anmeldungen sind auch möglich über die E-Mail-Adresse des Webmasters.

Das Programm ist hier nochmals einzusehen.



04.10.2012

Mitgliederrundbrief zugestellt             


Bund Freiheit der Wissenschaft:
 

Inzwischen haben unsere Mitglieder den Rundbrief vom September 2012 erhalten.

Interessierte Besucher unserer Website können ihn hier einsehen.

Seite 7f. finden Sie einige Angaben zu den Referenten unseres diesjährigen Forums am 17. November 2012 im Maternushaus in Köln (siehe auch unsere Ankündigung vom 30. September  auf dieser Website!).



03.10.2012

Manifest gegen die planmäßige Abschaffung der akademischen Freiheit             


Bund Freiheit der Wissenschaft:
 

In einem Schreiben an die Wissenschaftsministerinnen und -minister der Länder, an die Bundesbildungsministerin, an den Generalsekretär der Kultusministerkonferenz und an den Präsidenten der Hochschulrektorenkonferenz hat der BFW angesichts der hochschulpolitischen Entwicklungen der letzten Jahre seiner Sorge um die Freiheit der Wissenschaft in Form eines Manifests Ausdruck verliehen

In 12 Thesen faßt der BFW darin seine Meinung zur Entwicklung im Hochschulwesen zusammen.

Am Ende der Erläuterungen fordert der BFW eine ehrliche und gründliche Bestandsaufnahme und die Korrektur von Fehlentwicklungen.

 

Das Manifest im Wortlaut finden Sie hier.



30.09.2012

Bildung durch Wissenschaft - Wie ist das zu verstehen?             


Bund Freiheit der Wissenschaft:
 

Schon mehrfach fanden Sie auf unserer Website eine Ankündigung des 38. Bildungspolitischen Forums mit dem Thema: „Bildung durch Wissenschaft – Wie ist das zu verstehen? Die Idee der Universität in ihrer Geschichte“.

Das vollständige Programm liegt nun vor. Sie finden darin auch die verschiedenen Möglichkeiten der Anmeldung.

Sie erkennen am vorgesehenen Ablauf, dass das Auditorium in die Erörterungen einbezogen werden soll und dass wir für die Vorträge kompetente Referenten gewinnen konnten.

Wir freuen uns, wenn Sie teilnehmen. Sie sind uns herzlich willkommen.

  •   Die Köselsche Buchhandlung Köln unterstützt die Veranstaltung mit einem Büchertisch.

Das Programm finden sie hier.

Geben Sie bei der Anmeldung bitte an: Name, Titel, Anzahl der Begleitpersonen und Wohnort.




24.08.2012

Änderung der Kontaktdaten             


Bund Freiheit der Wissenschaft:
 

Wir haben unsere Kommunikationswege geändert.

Sie können mit uns jetzt auf folgende Weise Kontakt aufnehmen:

Briefpost: Bund Freiheit der Wissenschaft e.V., Postfach 50 01 20, 22701 Hamburg

Telefon: 040/60081356
Telefax: 040/65914792

E-Mail:  bund.freiheit.wissenschaft@t-online.de
 
Ihre Rückmeldungen sind uns willkommen.

Weitere Informationen in der linken Spalte unter der Rubrik „Verband“ !



09.08.2012

Ermutigen - Begeistern - Führen: Für einen neuen pädagogischen Zeitgeist  

Bund Freiheit der Wissenschaft: 

Müssen Lehrer sich eigentlich alles gefallen lassen, was Bildungspolitik und Wirtschaft miteinander auskungeln?

Man könnte doch auf viele Reformfloskeln pfeifen – und sich ganz selbstbewusst als Schul-Meister wiederentdecken...

... so liest man es auf dem Klappentext von Michael Feltens neuem Büchlein:

Schluss mit dem Bildungsgerede! Eine Anstiftung zu pädagogischem Eigensinn 

                

Eine Besprechung finden Sie hier.

 

 



Schluss mit dem Bildungsgerede! Eine Anstiftung zu pädagogischen Eigensinn




21.07.2012

Bildung durch Wissenschaft - Wie ist das zu verstehen?             


Bund Freiheit der Wissenschaft:
 

Liebe Mitglieder und Freunde des Bundes Freiheit der Wissenschaft,

liebe Besucher unserer Website,

schon früh möchten wir Sie auf unser diesjähriges bildungspolitisches Forum aufmerksam machen, das am Samstag, dem 17. November 2012, im Maternushaus in Köln stattfindet.

Es hat das Thema. „Bildung durch Wissenschaft – Wie ist das zu verstehen? Die Idee der Universität in ihrer Geschichte“.

Die Einzelheiten des Programms, die Unterthemen und die Namen der Referenten finden Sie hier.

Wir laden Sie herzlich ein, an diesem 38. Bildungspolitischen Forum des Bundes Freiheit der Wissenschaft teilzunehmen.

Dr. Winfried Holzapfel       Professor Dr. Kurt Reinschke        Dr. Reiner Schmitz 
Vorsitzende

Für den Abend des gleichen Tages ist die turnusmäßige Mitgliederversammlung des BFW angesetzt. Die Einladungen dazu erfolgen per Post.




15.07.2012

"Aufgeschlossen für Wandel - verankert in gemeinsamen Grundwerten" -
         interdisziplinärer Förderkongress für Nachwuchswissenschaftler in Leipzig           

Bund Freiheit der Wissenschaft: 

Im Rahmen der gemeinsamen Initiative 

Soziale Marktwirtschaft und Demokratie:Förderung von Vertrauen und Akzeptanz bei der jungen Generation“ 

veranstaltete die Hanns Martin Schleyer-Stiftung gemeinsam mit der Robert Bosch Stiftung vom 14. bis 15. Juni 2012 im Medien-Campus Leipzig den interdisziplinären Förderkongress

„Aufgeschlossen für Wandel – verankert in gemeinsamen Grundwerten: Demokratie und Wirtschaft in Deutschland und in der Europäischen Union“.

Die wissenschaftliche Leitung des Kongresses lag in den Händen des Juristen Prof. Dr. Rupert Scholz, Bundesminister a.D., und des Ökonomen Prof. Dr. Gunther Schnabl, Direktor des Instituts für Wirtschaftspolitik der Universität Leipzig. Seinem Wesen nach war der Kongress ein zweitätiges akademisches Seminar über die Regeln des Zusammenlebens in einer freiheitlichen Grundordnung. Den Veranstaltern ging es darum, bei der jungen akademischen Generation  das Vertrauen in die  politische und soziale Ordnung zu stärken. Im Vorfeld waren etwa 100 Nachwuchswissenschaftler aufgefordert worden, Thesenpapiere zu ausgewählten Aspekten einzureichen. Die nach dem Urteil von Fachexperten besten Beiträge durften von den Autoren auf dem Kongress in Arbeitskreisen zur Diskussion gestellt werden.

Festredner am Abend des 14. Juni war Hermann Lübbe.

BFW-Vorsitzender Professor Dr. Kurt Reinschke wohnte dem Kongress bei. Seinen Bericht finden Sie hier.


24.06.2012

Preis der Bayerischen Volksstiftung an Hans Maier

Bund Freiheit der Wissenschaft: 

Am 24. Mai dieses Jahres wurde Professor Dr. Hans Maier mit dem Preis der Bayerischen Volksstiftung ausgezeichnet.

Der Bund Freiheit der Wissenschaft gratuliert seinem Gründungsmitglied auf das Herzlichste zu dieser Ehrung.

An der Feierstunde zur Preisverleihung im Herbert Burda-Saal der Israelitischen Kultusgemeinde München nahm auch BFW-Vorstandsmitglied Oberstudiendirektor i. R. Willi Eisele teil.

Träger des Preises der Bayerischen Volksstiftung: Professor Dr. Hans Maier 

Seinen Bericht über die Feierstunde und weitere Fotos von der festlichen Veranstaltung finden Sie hier.     

15.06.2012

"Vom Grund des Grundgesetzes"

Bund Freiheit der Wissenschaft: 

Hiermit weisen wir alle Mitglieder und Freunde des Bundes Freiheit der Wissenschaft sowie alle Besucher unserer Website, die am Thema interessiert sind, auf das

XVI. Theodor–Litt–Symposion

 am 16. / 17.07.2012 in Bonn

hin. 

Es hat das Thema:
„Vom Grund des Grundgesetzes“ -  Zeitgeschichtliche Dimensionen des Wirkens von Theodor Litt zwischen 1947 und 1962

Die Tagung findet im Festsaal der Universität Bonn statt.
Gäste sind herzlich willkommen.

Veranstalter sind die Theodor-Litt-Forschungsstelle der Universität Leipzig und das Internationale Zentrum für Philosophie der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Das Symposion steht unter der Leitung der Professoren Wolfram Hogrebe/ Bonn und Dieter Schulz/ Leipzig.

Das Programm des Symposions finden Sie hier.

Mehr zur Veranstaltung finden Sie auch auf der Website der Bundeszentrale für politische Bildung.

Internetadresse der Theodor-Litt-Forschungsstelle: http://www.uni-leipzig.de/~litt/aktuelles/ 

Dr. Winfried Holzapfel, Vorsitzender des Bundes Freiheit der Wissenschaft

08.06.2012

Zum Gedenken an Herbert Belter - Die Belter-Dialoge in Leipzig

Bund Freiheit der Wissenschaft: 

Am 25. April 2012 fanden im  Alten Senatssaal der Universität Leipzig die vierten Belter-Dialoge statt. Der Name der Veranstaltungsreihe erinnert an den Leipziger Studenten Herbert Belter, geb. 1929, der 1950 gemeinsam mit anderen demokratisch gesinnten Studenten im Vorfeld der ersten Volkskammerwahl Flugblätter gegen die verfassungswidrigen Einheitswahllisten verteilt hatte. Belter wurde deshalb verhaftet, von einem sowjetischen Militärtribunal zum Tode verurteilt und im April 1951 in Moskau hingerichtet. Mehrere Mitglieder der Belter-Gruppe würdigten die Veranstaltung durch ihre persönliche Teilnahme. Als Leipziger Studenten 1951  zu „nur 25 Jahren” Zwangsarbeit verurteilt, kamen sie  nach dem Staatsbesuch von Bundeskanzler Konrad Adenauer 1955 in Moskau aus dem Sibirischen Gulag frei, setzten  in Westdeutschland ihr Studium fort und sind  heute emeritierte Professoren. In dem zweiteiligen Aufsatz „Erinnerung an deutsche Akademiker, die während der Nachkriegsjahre in der SBZ/DDR Opfer für die akademische Freiheit brachten“ war in der BFW-Zeitschrift detaillierter über die Belter-Gruppe berichtet worden.
( „Freiheit der Wissenschaft“,  Nr.3 (Sept. 2008), S.  4-10, Nr.4  (Dez. 2008), S. 7-13)
 
Nicht nur gebrochene Schülerbiografien ........ Lesen Sie hier den Tagungsbericht des BFW-Vorsitzenden Professor Dr. Kurt Reinschke.

08.05.2012

Die Wahrheit als Ideal und Wirklichkeit!

Bund Freiheit der Wissenschaft: 

Die Jahrestagung des Deutschen Hochschulverbandes hatte das Thema: „Unparteilichkeit der Wissenschaft“.
 
Die Tagung, am 19. und 20. März 2012 in Hannover durchgeführt,  wurde vom Berliner Philosophen Volker Gerhardt mit einem tiefgründigen Vortrag über das Tagungsthema eröffnet.
Am folgenden Tag gaben Referate und Diskussionen einen Einblick in die Gefährdungen der Unparteilichkeit der Wissenschaft.
 
Kommentar:

Die Verführungen sind für die einzelnen Wissenschaftler und auch für die Institutionen groß, sich wissenschaftsfremden Einflüssen zu ergeben; denn die Aufträge, die sie erhalten, und die Zusammenarbeit, die sich bietet,  sind ja nie offensichtlich  wissenschaftsfern, sie haben ihre Reize und Herausforderungen, sie stellen spannende Aufgaben dar. Es ist nicht immer leicht zu durchschauen, auf welch` abschüssiges oder irreleitendes Terrain man sich begibt, wenn man dem Lockruf des Geldes oder der öffentlichen Bedeutsamkeit folgt.
Umso wichtiger ist es, sich mit diesen Tendenzen und Gefährdungen im Wissenschaftsbetrieb auseinanderzusetzen, und zwar fundamental. Besonders gilt, daß die Wissenschaftler selbst wachsam bleiben müssen gegenüber den interessegeleiteten Einflüsterungen der Lobbyisten (– z.B. nach dem Motto von Mezis, einer „Initiative unbestechlicher Ärztinnen und Ärzte“:  „Mein Essen zahle ich selbst!“) und daß sie sich immer wieder bewußt machen, daß Forschung und Lehre zu Wahrheit und Ehrlichkeit verpflichten. Die Wirklichkeit spricht leider häufig eine andere Sprache! Wäre sonst „Unparteilichkeit der Wissenschaft“ überhaupt ein Thema?
                                                                                 
Winfried Holzapfel, Vorsitzender des BFW
 
Eine entschiedene Stellungnahme des Präsidenten des Deutschen Hochschulverbandes, Professor Dr. Bernhard Kempen, zum Thema der Tagung finden Sie hier.
 
Information:
Die Maiausgabe von  Forschung & Lehre, das Verbandsorgan des Deutschen Hochschulverbandes, widmet sich in mehreren Beiträgen dem Thema der Jahrestagung.
Siehe: http://www.forschung-und-lehre.de/wordpress/
 
Im gleichen Heft, auch auf der angegebenen Website, finden Sie eine Abrechnung mit den Resultaten des Bologna-Prozesses von einem seiner Befürworter, Professor Dr. Dieter Lenzen. Der Artikel trägt die Überschrift: „Hochschulen sind keine Fertigungsstraßen“.

25.04.2012

"Wie Bertelsmann wirkt"

Bund Freiheit der Wissenschaft: 

Hiermit weisen wir auf eine Veranstaltung des Bundes Freiheit der Wissenschaft  hin und laden unsere Mitglieder sowie andere Interessierte herzlich zur Teilnahme ein:

Am Montag, dem 11. Juni 2012, spricht Herr Dr. Matthias Burchardt zum Thema: "Schöne neue Welt: Bildung, Kultur und Demokratie im Griff der Bertelsmann-Stiftung".

Die Veranstaltung findet statt um 19.00 Uhr im Gerhart-Hauptmann-Haus (GHH), Bismarckstr. 90, in Düsseldorf. Im Anschluß an den Vortrag ist eine Diskussion vorgesehen. Das GHH ist ganz in der Nähe des Hauptbahnhofs. In der Nähe stehen u.a. auf der Charlottenstraße günstige Garagenparkplätze zur Verfügung.

Herr Dr. phil. Matthias Burchardt, Jg. 1966, ist Bildungsphilosoph, verheiratet, Vater von 4 Kindern, Akademischer Rat an der Universität zu Köln.

Er ist Initiator der „Kölner Erklärung: Zum Selbstverständnis der Universität“, Mitbegründer und Stellvertretender Geschäftsführer der Gesellschaft für Bildung und Wissen, entschiedener Kritiker der Bildungsreformen im Namen von PISA und Bologna.

Genauer zu erfahren, wie Bertelsmann wirkt, ist für jeden, der an Schul- und Wissenschaftspolitik interessiert ist, sicherlich ein spannendes Thema.
Wir würden uns sehr freuen, viele interessierte Gäste zu der Veranstaltung begrüßen zu können.

Wenn Sie der Einladung folgen wollen, bitte wir freundlich um eine Anmeldung, einfach über Internet:

An den Webmaster oder an den Vorsitzenden.


03.04.2012

Milliarden für die Wissenschaft - Volkswagenstiftung feiert Jubiläum

Bund Freiheit der Wissenschaft: 

Am 15. und 16. März dieses Jahres feierte die Volkswagenstiftung ihr 50. Jubiläum.

Das Jubiläum wurde am 15. März im Schlüterhof des Deutschen Museums in Berlin mit einem Vortrag der Bundesministerin für Wissenschaft und Forschung, Professor Dr. Annette Schavan, sowie einer Diskussionsrunde und Beiträgen junger, von der Volkswagenstiftung geförderter Wissenschaftler festlich eröffnet und am 16. März ab 10 Uhr im Schloss Bellevue mit einer internationalen Tagung "Wissen stiften für das 21. Jahrhundert: Perspektiven schaffen – Zukunft gestalten " fortgesetzt.

 

Als Gast nahm auch der Vorsitzende des Bundes Freiheit der Wissenschaft, Professor Dr. Kurt Reinschke, an dieser Veranstaltung teil.

Einen Bericht über die festliche Veranstaltung finden Sie hier.

 



Gast bei der Jubiläumsfeier der Volkswagenstiftung – BFW-Vorsitzender Professor Dr. Kurt Reinschke



17.03.2012

"Kooperation - Finanzierung - Erfolge" : Zukunftsperspektiven beim Hochschulpolitischen Symposium der
         Hanns-Martin-Schleyer-Stiftung und ihrer Partner

Bund Freiheit der Wissenschaft: 

Am 1. und 2. März dieses Jahres erlebten in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften 300 Teilnehmer eine informative und spannende Tagung.


Foto : Axel Joerss

Einen Bericht unseres Vorstandsmitglieds Willi Eisele über diese Tagung finden Sie hier.





10.02.2012

Die Februar-Ausgabe von "freiheit der wissenschaft online" ("webfdw") ist ab sofort online verfügbar

Bund Freiheit der Wissenschaft: 

Die neue webfdw steht im Netz.
Sie finden dort u. a. den Wortlaut der Laudatio von Michael Wolffsohn „Hans Joachim Geisler zu Ehren“, die er am 14. September 2011 in der Feierstunde zu Berlin gehalten hat.
 
Es gibt Berichte von Veranstaltungen verschiedener bildungspolitischer Organisationen im Herbst 2011 sowie Kurz-Nachrichten und Stellungnahmen aus anderen Verbänden zu einschlägigen Themen der Schul- und Hochschulpolitik.
 
Philosophische Überlegungen zur bildungspolitischen Debatte breitet Hans Ulrich Baumgarten aus mit dem Vortrag: „frei.gleich.gebildet“. Der Philosophieprofessor an der Universität Düsseldorf ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter der CDU-Fraktion im Düsseldorfer Landtag.
Die Bücherrevue und eine Liste von Neuerscheinungen runden die neue Ausgabe der webfdw ab.

Die komplette neue Ausgabe der freiheit der wissenschaft online finden sie hier.

Ebenfalls können Sie hier alle Beiträge zur freiheit der wissenschaft online einzeln aufrufen und bequem ausdrucken.



06.02.2012

Bertelsmann - ein Konzern macht Schule

Bund Freiheit der Wissenschaft: 

In den Monaten Februar und März finden zwei öffentliche Veranstaltungen statt,
die unsere Mitglieder und Besucher unserer Website interessieren könnten.
 
I.
Am 25. Februar 2012 heißt es im Evangelischen Kirchenkreis Aachen:
"Vom Buchclub zur heimlichen Regierung - das System Bertelsmann und seine Rolle beim Umbau der Gesellschaft

 
Das Programm finden Sie hier.
 
II.
Am 24. März 2012 in Frankfurt heißt das Thema: „Irrwege der Unterrichtsreform“.
Das Programm finden Sie hier.




17.01.2011

Wer gewinnt? - Stiftung Wirtschaft und Erziehung lobt Preis aus

Bund Freiheit der Wissenschaft: 

Bei dem von der Stiftung „Wirtschaft & Erziehung“ ausgelobten und mit insgesamt 10.000 € dotierten Preis geht es um Arbeiten zur „Professionalisierung der Lehrerbildung“ im Bereich der Wirtschaftspädagogik.

Mit dem Wirtschaftspädagogikpreis sollen exzellente Examensarbeiten ausgezeichnet werden, die mit dazu beitragen, die Innovationsfreudigkeit und -fähigkeit in der kaufmännischen Berufsbildung zu fördern.

Der Preis wird zum dritten Mal im Zweijahres-Turnus von der Stiftung Wirtschaft und Erziehung vergeben.

 

Einsendeschluß ist der 27. Februar 2012. Die Preisverleihung findet am 29. Juni 2012 an der Universität Mannheim statt. Die Preisträger erhalten nach der Jurysitzung umgehend Nachricht über Ort, Zeit und Modalitäten der Preisverleihung.

 

Mehr dazu finden Interessierte hier.

 



Manfred Weichhold, der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Wirtschaft und Erziehung, sprach im Dezember 2005 in Berlin beim BFW über das duale Ausbildungssystem.

23.12.2011

Beste Wünsche zu Weihnachten und Neujahr

Bund Freiheit der Wissenschaft: 

Wir wünschen unseren Mitgliedern, Freunden und Förderern sowie allen anderen, die an unserer Arbeit interessiert sind, und auch den zufälligen Besuchern unserer Website ein besinnliches Weihnachtsfest und ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2012.

Im ablaufenden Jahr haben sich personelle Veränderungen im Vorstand und bei den Regionalbeauftragten des BFW ergeben. Bitte beachten Sie die neuen Angaben in der Rubrik Verband (Vorstand).


Der Vorstand

 

12.12.2011

100 Seiten Klartext - Das neue Buch von Josef Kraus

Bund Freiheit der Wissenschaft: 

Soeben ist ein neues Buch von Josef Kraus erschienen. Es trägt den Titel:
Bildung geht nur mit Anstrengung.
Wie wir wieder eine Bildungsnation werden können.
 
Classicus Verlag, Hamburg
November 2011
ISBN-Nummer 978-3-942848-27-5                   
Taschenbuch, 100 S., 9,90 Euro
 
Der Verlag zu dieser Publikation:
Kraus ist bekannt dafür, daß er gerne gegen den Strich der pädagogischen Korrektheit bürstet. Das Ergebnis sind 33 Wahrheiten – damit Deutschland wieder zu einer selbstbewußten Bildungsnation wird.
 
Das Buch ist ab sofort im Buchhandel erhältlich oder kann bei Amazon bestellt werden. Sie können es auch direkt beim Verlag erwerben unter: bestellung@classicus-verlag.de

*
Eine Rezension des Buches durch Oberstudiendirektor i.R. Willi Eisele, Vorstandsmitglied des BFW, finden Sie hier.

 


Josef Kraus
Präsident des Deutschen Lehrerverbandes

04.12.2011

Wie löst  man die Eurokrise?

Bund Freiheit der Wissenschaft: 

BFW-Bundesvorsitzender Professor Dr. Kurt Reinschke ist einer Einladung zum Deutschen Arbeitgebertag 2011 nach Berlin gefolgt.
 
Veranstaltungsort war - wie schon in den vergangenen Jahren - das Maritim Hotel im Berliner Bezirk Tiergarten. Der Deutsche Arbeitgebertag ist die Spitzenveranstaltung der deutschen Wirtschaft und zugleich die Jahrestagung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände.
Er fand in diesem Jahr am 22. November statt.
 
Der Deutsche Arbeitgebertag hat sich in den letzten Jahren zu einer der wichtigsten wirtschaftspolitischen Tagungen entwickelt. Beim Deutschen Arbeitgebertag werden Ansätze für eine moderne und zukunftsgerichtete Wirtschaftspolitik kontrovers diskutiert, wie auch aus dem Bericht von Kurt Reinschke hervorgeht.
 
Den Bericht von Kurt Reinschke finden Sie hier.


16.11.2011

Oktoberrundbriefe zugestellt

Bund Freiheit der Wissenschaft: 

Wegen einer längeren, ungeplanten Verweildauer bei einem Paketservice in Berlin ist der Oktoberrundbrief an unsere Freunde und Mitglieder erst jetzt eingetroffen.
Vielleicht haben auch ständige oder gelegentliche Besucher unserer Website Interesse am Inhalt.
Zugang finden Sie 
hier.

08.11.2011

Verschwindet die Demokratie?

Bund Freiheit der Wissenschaft: 

Am 25. und 26. November 2011 findet in Köln eine Tagung mit dem Thema:
 „Verschwinden in der Sichtbarkeit – Demokratie setzt aus“ statt.

In der Einladung heißt es:
Die Tagung wird den demokratietheoretischen und konkreten politischen Zusammenhängen der Bildungsreformen seit PISA und Bologna nachgehen. Insbesondere wird die Frage erörtert werden, ob und wie das damit verbundene Bildungsverständnis und die daraus resultierende Bildungspolitik den demokratischen Boden verlässt. Setzt Demokratie aus und welche Rolle spielt das Bildungsproblem darin?
Die Tagung versucht dies in Analysen zu erörtern und Ausblicke auf gemeinsame Handlungsmöglichkeiten zu diskutieren.

Die Tagung ist offen für jedermann.
Ein Tagungsbeitrag wird nicht erhoben. Es ist möglich, nur einzelne Vorträge zu besuchen.

Näheres zum Veranstalter, zum zeitlichen Rahmen, zur Organisation und zu den Tagungsthemen finden Sie
 
hier.

13.10.2011

„Inklusion“ und „Bildungsbrei“

Bund Freiheit der Wissenschaft: 

Unter einem bestimmten Teil der Pädagogik-Professoren und den Politikern nimmt die Forderung nach „Inklusion“, der gemeinsamen Erziehung behinderter und nicht behinderter Kinder in den Regelschulen, zu. Ideal scheint für viele die Einheitsschule, in der eine „Pädagogik der Vielfalt“ zum Tragen kommen soll. -
In Nordrhein-Westfalen hat es einen großen Schulkompromiss gegeben, der in Kürze in ein Gesetz gegossen werden soll. Skeptisch hatte sich vor der Sommerpause nur die FDP gezeigt.
Diesen Kompromiss betrachten die NRW-Politiker als Vorbild für die Bundesrepublik.
Ob ein solcher Kompromiss aber der von der CDU ausgerufenen „Bildungsrepublik“ Fasson gibt, darf bezweifelt werden.

Lesen Sie zu beiden Themen einen Kommentar des BFW-Vorsitzenden Dr. Winfried Holzapfel.

Den Kommentar zum Thema „Inklusion“ finden Sie 
hier.
Den Kommentar zum NRW-Schulkompromiss lesen Sie 
hier.

19.09.2011

Hans Joachim Geisler Ehrenvorsitzender

Bund Freiheit der Wissenschaft: 

Am Mittwoch, dem 14. September 2011, wurde Hans Joachim Geisler mit der Übertragung des Ehrenvorsitzes des Bundes Freiheit der Wissenschaft für seinen über 40jährigen Einsatz für die Ziele des Bundes Freiheit der Wissenschaft geehrt.
Die Veranstaltung fand in Berlin im Haus der Zukunft statt.
In seiner ausführlichen Laudatio stellte Michael Wolffsohn neben Geislers Lebenslauf auch die historischen Umstände der Gründung der Notgemeinschaft für eine freie Universität und des Bundes Freiheit der Wissenschaft in den Mittelpunkt seiner Rede und wies auf die außergewöhnliche Bedrohung der Freiheit der Wissenschaft hin, in der von den Wissenschaftlern auch persönliche Diffamierungen ausgehalten werden mussten und unbedingte Charakterfestigkeit gefragt war. Er zeigte auf, dass Geislers akademische Laufbahn aus politischen Gründen nicht zur Vollendung einer Professur gelangt ist.
Nach der Überreichung der Urkunde durch BFW-Vorsitzenden Kurt Reinschke, die Geisler in lateinischer Sprache als Ehrenvorsitzenden des Bundes Freiheit der Wissenschaft ausweist, dankte der Geehrte in Bescheidenheit für diese Auszeichnung und erinnerte seinerseits an bedeutende Persönlichkeiten des Bundes Freiheit der Wissenschaft, die sich um die Freiheit der Wissenschaft in Deutschland verdient gemacht und in den harten Auseinandersetzungen der 70er Jahre mutig, klug und leidenschaftlich agiert haben.

Hier lesen Sie die Ehrenurkunde für Hans-Joachim Geisler in lateinischer Sprache.
Hier finden sie den deutschen Text.

Einige Fotos vom Festakt finden Sie hier.

23.08.2011

Wissenschaft und Wirtschaft – Stifterverband empfiehlt Verhaltensregeln

Bund Freiheit der Wissenschaft: 

Im August 2011 hat der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, ausgehend von Streit um die Einrichtung von Stiftungsprofessuren, einen „Code of Conduct“ verfasst, der Streitfällen vorbeugen und Wissenschaft und Wirtschaft zu einem geordneten und transparenten Miteinander verhelfen soll.
Ein noch unentschiedener Streitfall in Köln löste bei Radio: „detektor.fm“ eine Anfrage beim Vorsitzenden des Bundes Freiheit der Wissenschaft, Dr. Winfried Holzapfel, zum brisanten und spannungsgeladenen Verhältnis von Wissenschaft und Wirtschaft aus.

Das Interview können Sie hier hören.

Den „Code of Conduct“ des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft finden Sie hier.

 


BFW-Vorsitzender Dr. Winfried Holzapfel




19.06.2011

Zweimal Klartext

Bund Freiheit der Wissenschaft: 

Gegen Anmaßung und Beliebigkeit

In unmittelbarer Abfolge erreichen uns zwei Pressemeldungen, die wir den Besuchern unserer Website unbedingt zugänglich machen möchten; denn sie treffen mitten hinein in das Elend der momentanen Bildungspolitik.

Meldung I:
Ungewohnt heftig kritisiert der Präsident des Deutschen Hochschulverbandes (DHV) anmaßende Forderungen des Akkreditierungsrates (hier).

Meldung II:
Ebenso energisch deckt der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes die Beliebigkeit und Mittelmäßigkeit der aktuellen CDU-Schulpolitik auf (hier).

Was nützt denn auch Florett, wenn Arroganz und Torheit sich breit machen!

29.05.2011

Lehrer-Internationale gegen Einheitslehrer - für Fachverstand

Bund Freiheit der Wissenschaft: 

 

Lehrerverbände aus Österreich, der Schweiz und Deutschland äußeren sich zur Lehrerbildung. Sie verlangen: Kein „Bologna“ für Lehramtsstudenten!

Hier finden Sie die Presseerklärung und den Forderungskatalog für eine gute Lehrerbildung.

 




Eine Erklärung des baden-württembergischen Philologenverbandes zu Plänen der neuen Kultusministerin finden Sie hier.


Von links nach rechts:
Bernd Saur, Max Schmidt, Margit Kopp, Gerhard Riegler

02.05.2011

Bildungsgau im Musterländle?

Bund Freiheit der Wissenschaft: 

Lesen Sie dazu die Prophezeiung  von Cassandra.

26.04.2011

Berliner Tagung zum Thema "Bildungsökonomie" steht bevor

Bund Freiheit der Wissenschaft: 

Am Donnerstag, dem 19. Mai 2011, findet in Berlin in Zusammenarbeit von Deutschem Lehrerverband und Konrad-Adenauer-Stiftung eine Tagung zum Thema „Bildungsökonomie“ statt.
Einer der Redner ist Professor Dr. Jochen Krautz, der im Jahr 2007 mit seinem Buch „Ware Bildung“ einen wichtigen Beitrag zu den Hintergründen der hochschulpolitischen Entwicklung in Deutschland geliefert hat. Eine Besprechung seines Buches finden Sie auf dieser Website in der Dezember-Ausgabe von „freiheit der wissenschaft“ (4/2007), ab S. 27.

Die Teilnehmer an der Tagung dürfen informative und anregende Vorträge und Diskussionen erwarten.
Wir laden Sie herzlich zur Teilnahme ein.

Das Veranstaltungsprogramm mit den nötigen Angaben zu Zeit und Ort finden Sie hier.

06.04.2011

Die April-Ausgabe von "freiheit der wissenschaft online" ("webfdw") ist ab sofort online verfügbar

Bund Freiheit der Wissenschaft: 

In der neuen webfdw  finden Sie einen Bericht vom 37. bildungspolitischen Forum anläßlich des 40jährigen Bestehens des Bundes Freiheit der Wissenschaft, erstmals multimedial.
Als besonderes "Schmankerl" gibt es einen Hinweis auf eine Beethoven – Bologna – Ballade, die unser neues Vorstandsmitglied Dietmar Klenke „entdeckt“ hat ( S.9 ). Dazu kommen ein aktueller Bericht vom Hanns Martin-Schleyer- Symposium in München  sowie neben dem Bericht aus der Arbeit des Bundes Freiheit der Wissenschaft auch Berichte aus den Bundesländern und eine Reihe von Bücherhinweisen.
Besonders empfohlen sei der Aufsatz von Hermann Giesecke: Anmerkungen zur bildungspolitischen Lage (ab S. 15).

Die komplette neue Ausgabe der freiheit der wissenschaft online finden sie hier.

Ebenfalls können Sie hier alle Beiträge zur freiheit der wissenschaft online einzeln aufrufen und bequem ausdrucken.

30.03.2011

Offen für alle - Ringvorlesungen in Paderborn und Alfter

Bund Freiheit der Wissenschaft: 

Alle an der aktuellen bildungspolitischen und pädagogischen Diskussion Interessierten möchten wir über zwei Ringvorlesungen informieren, die sich dieser Thematik ausführlich zuwenden.

An der Universität Paderborn findet immer montags von 18.00 Uhr s.t. – 19.30 Uhr eine Ringvorlesung zum Thema „Universitäten früher und heute – Bildungsaristokratie oder Technokratie?“ statt.
Im Rahmen dieser Ringvorlesung spricht am Montag, dem 18. April 2011, der Vorsitzende des Bundes Freiheit der Wissenschaft, Professor Dr. Kurt Reinschke, über das Thema: „Historischer Vergleich der Leitbilder von Universitäten und `Hohen Schulen` in Deutschland“. Das genaue Programm und alle Termine finden Sie hier.

An der Alanus - Hochschule in Alfter bei Bonn findet die Ringvorlesung immer mittwochs um 19.15 Uhr statt. Sie trägt das Generalthema: „Menschenbild und Pädagogik“. Das genaue Programm und alle Termine finden Sie hier.

13.03.2011

Neue Informationen über uns und von uns im März-Rundbrief

Bund Freiheit der Wissenschaft: 

In sporadischen Abständen erhalten unsere Mitglieder einen Rundbrief, der einiges aus unserer Arbeit zusammenfasst und auch diejenigen Mitglieder erreichen soll, die das Internet nur selten oder gar nicht nutzen.

Indem wir diesen Rundbrief ins Internet stellen, möchten wir allen Besuchern unserer Website einen Einblick in unsere Arbeit ermöglichen.

Sollte jemand Interesse an einer Mitgliedschaft im Bund Freiheit der Wissenschaft haben, so ist eine Anmeldung leicht über eine E-Mail an den Webmaster oder einen der Vorsitzenden, deren E-Mail-Adressen sich im Rundbrief auf S. 3 finden,  möglich.

Nähere Informationen über die Mitgliedschaft siehe bei „Verband“, Adresse des Webmasters siehe bei „Kontakt“.

Den Rundbrief vom März 2011 finden Sie hier.

25.02.2011

Mahnung zu Redlichkeit im Umgang mit geistigem Eigentum

Bund Freiheit der Wissenschaft: 

In einer Presseerklärung gibt der Deutsche Hochschulverband eine grundsätzliche Erklärung zum wissenschaftlichen Arbeiten heraus.

Darin heißt es unter anderem: Plagiate erschüttern die Glaubwürdigkeit der Wissenschaft.
Arbeiten sollen auch in digitaler Form abgegeben werden, um das Entdeckungsrisiko zu erhöhen. Sanktionsdrohungen müssen klar kommuniziert werden.

Aufgabe jedes Hochschullehrers sei es, verstärkt auf Plagiate von Kollegen, Mitarbeitern und Studierenden zu achten. „Wegsehen“ sei falsch verstandene Kollegialität und selbst ein wissenschaftliches Fehlverhalten. Zu den Kernaufgaben der Hochschullehrer gehöre, Studierende in die Kultur wissenschaftlichen Arbeitens einzuführen. „Die Erläuterung wissenschaftlicher Grundregeln muß zwingend  Lehrstoff im ersten Semester werden“, hob DHV-Präsident Kempen hervor. Ein Verhaltenskodex mit Darstellung der Konsequenzen bei Verstoß sei Studierenden mit der Immatrikulation zu überreichen. 

Sie finden die vollständige Erklärung hier.

 

05.02.2011

Mündig oder mundtot?

Bund Freiheit der Wissenschaft: 

In NRW ist es wohl zu Maulkörben für Lehrkräfte gekommen, die sich kritisch zu Entwicklungen in der Schulpolitik, namentlich zur Errichtung von so genannten „Gemeinschaftsschulen“, geäußert haben.

Lesen Sie dazu einen Zwischenruf.

Einen weiteren Kommentar mit der Überschrift: „NRW – Chaos im Schulwesen?“  finden sie hier.


30.01.2011

BFW - Vorstandswahlen bei Mitgliederversammlung

Bund Freiheit der Wissenschaft: 

Am 21. Januar 2011 fand in Berlin die 20. ordentliche Mitgliederversammlung des Bundes Freiheit der Wissenschaft statt.
Dem Rechenschaftsbericht, den der Vorsitzende Dr. Hans Joachim Geisler vortrug, folgte eine Diskussion über mögliche thematische Arbeitsschwerpunkte und zukünftige Aktivitäten.

Hierüber soll im Vorstand weiter beraten werden.

Bei den Vorstandswahlen hat es personelle Veränderungen gegeben, wobei die Mitgliederversammlung im Ergebnis den Vorschlägen der bisherigen Vorsitzenden folgte.

Die Namen der Vorsitzenden, des Schatzmeisters, der Mitglieder des erweiterten Vorstands und der Regionalbeauftragten finden Sie hier.

 

25.01.2011

NRW-CDU will Schulfrieden

Bund Freiheit der Wissenschaft: 

(Düsseldorf) Im „zentralen Gestaltungsfeld der Landespolitik“, der Schulpolitik, machte CDU-Landesvorsitzender Norbert Röttgen einen großen Schritt auf die Regierungsparteien zu.
Seine Ausführungen bei einer Pressekonferenz am 11. Januar zur Beschlußvorlage des Landesvorstands für den Landesparteitag am 12. März in Siegen sind jedenfalls weitgehend so verstanden worden: als Abschied von der Hauptschule als eigenständiger Schulform und als eine Absage an strukturpolitischen Streit.
Man habe wichtigere Dinge zu diskutieren, befand im Laufe des Pressetermins auch der CDU-Fraktionsvorsitzende der CDU im NRW-Landtag, Karl-Josef Laumann, nämlich Themen wie: Ausbildungsfragen, Inklusion, Bildungsnetzwerke.
Freilich beharrt die CDU auf ihrem Nein zur „Gemeinschaftsschule“ als dominierender Schulform. Sie will Gymnasien und Realschulen garantieren. Sie will nicht, daß diese Schulen von Gesamtschulen oder Gemeinschaftsschulen „gefressen“ werden, ein Vorgang, den Röttgen als „Kannibalisierung im Schulwesen“ brandmarkte.

Einen ausführlichen Bericht von der Pressekonferenz finden Sie hier.

„Geschmeidig“ - Einen Kommentar zum schulpolitischen Neustart der NRW-CDU finden Sie hier.

Den Beschlußvorschlag des CDU-Landesvorstandes mit der Überschrift: „Jedem Kind gerecht werden“ und eine Videobotschaft des Generalsekretärs der NRW-CDU, Oliver Wittke, finden Sie hier.



09.01.2011

Umfassender Diskussionsprozess zur Schulpolitik

Bund Freiheit der Wissenschaft: 

In seiner Begrüßungsrede zum Neujahrsempfang der NRW-CDU am 8. Januar in Düsseldorf  führte Generalsekretär Oliver Wittke aus, 2011 werde das Jahr der inhaltlichen Neujustierung der Landespartei. Es gehe allerdings nicht um radikale Änderungen der Parteiprogrammatik, sondern um die Herausarbeitung des Markenkerns der CDU. Dabei sei die Schulpolitik ein wesentliches Element. Dazu fügte er an , daß sich vieles verändert habe, einzelne Schulen in Existenzgefahr geraten seien und man in der Bevölkerung den Bildungsabschlüssen große Aufmerksamkeit schenke. Dabei seien zumal an den Hauptschulen Veränderungen nötig. ( weiter)

 
Norbert Röttgen Landesvorsitzender der NRW-CDU bei seiner Neujahrsansprache. Foto: CDU-Pressestelle